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Böden im Muschelkalkgebiet

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Nahaufnahme einer Steinbruchwand mit gelbbraunem, teils locker geschichtetem Gestein unterschiedlicher Größe und Stärke. Während links größere Brocken liegen, ist rechts und mittig feineres Material zu sehen.
Wechsellagerung von Kalksteinen und Tonmergelsteinen im Oberen Muschelkalk (Steinbruch bei Buchen-Götzingen)

Die Kalksteinbänke wechseln mit sehr viel dünneren Tonmergel- und Mergelsteinlagen. Diese sind aber viel leichter verwitterbar und liefern vergleichsweise mehr Verwitterungston. Durch kaltzeitliche Verwitterung, Solifluktion und holozäne Bodenbildung entstanden graue, plastische, mehr oder weniger steinige, in Oberflächennähe entkalkte Tone. Auch sie werden im Idealfall von einer Decklage überdeckt. So dass als Klimaxboden je nach Mächtigkeit der Decklage eine zweischichtige Pelosol-Braunerde oder ein Braunerde-Pelosol entstand.

Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Es handelt sich um ein Musterprofil des LGRB. Das vier Horizonte umfassende Profil ist 75 cm tief.
Braunerde-Pelosol auf Oberem Muschelkalk (i22)

Aufgrund der solifluidalen und kryoturbaten Durchmischung liegt in den meisten Fällen kein reiner Rückstandston und kein reiner Mergelverwitterungston vor. Meist handelt es sich um Mischsubstrate, mit olivgrauen bis graubraunen Farbtönen und wechselndem Gehalt an Kalksteinschutt. Je höher der Anteil an Mergelverwitterungston ist, umso typischer ist das grobe Aggregatgefüge und die Pelosoldynamik entwickelt. Ein höherer Anteil an Rückstandston aus der Kalklösungsverwitterung macht sich deutlich durch kleinere Bodenaggregate bemerkbar. T-Horizonte wurden nur dann als solche angesprochen, wenn sie eine braune bis gelbbraune Bodenfarbe und ein kleinpolyedrisches Bodengefüge besaßen. Allerdings waren sie auch dann selten so typisch ausgebildet wie entsprechende Bodenprofile in reinen Kalksteinlandschaften. Übergangsformen zwischen Pelosol und Terra fusca sind in der Bodensystematik bisher nicht vorgesehen, aber in Diskussion.

Unter einem grauen Wolkenhimmel breitet sich eine flachhügelige, von Waldgebieten durchzogene Ackerlandschaft aus.
Blick nach Nordwesten über die Muschelkalk-Gäuflächen des Baulands und das Seckachtal bei Adelsheim-Sennfeld

In einigen Gebieten konnten, oft unter Wald und in Flachlagen, Kartiereinheiten gebildet werden, in denen Pelosole und Braunerde-Pelosole (i22) oder Terrae fuscae und Braunerde-Terrae-fuscae (i50) die vorherrschenden Böden sind. Die Terrae fuscae besitzen naturgemäß, aufgrund ihres durchlässigen Bodengefüges, keine Tendenz zur Staunässe. Aber auch bei den flach bis mittel tief entwickelten Pelosolen im Oberen Muschelkalk ist nur örtlich eine schwache Pseudovergleyung feststellbar. Nur an wenigen Stellen konnten in flachen, abzugsträgen Sattellagen und Scheitelbereichen Pelosol-Pseudogleye auskartiert werden (i53). Die unter einer geringmächtigen Decklage folgenden Tone sind dort meist 5–10 dm mächtig und oft eher steinarm. Möglicherweise spielen in diesen staunassen Positionen im Oberen Muschelkalk auch Reste von Lettenkeuper-Verwitterungston oder umgelagerte Paläoböden eine Rolle.

Das Bild zeigt mehrere, im Mittelgrund in einer Mulde liegende begrünte Ackerflächen. Im Hintergrund ansteigende, bewaldete Hänge lassen Platz für Windkrafträder.
Tauberland südöstlich von Werbach-Wenkheim

Gewölbte Scheitelbereiche und exponierte Talränder sind im Gebiet des Oberen Muschelkalks oft durch das Vorherrschen von Rendzinen und Terra fusca-Rendzinen gekennzeichnet (i3). Auch im Ausstrichbereich des Quaderkalks im nordöstlichen Tauberland fehlen die tonigen Unterböden. Die dort verbreiteten flachgründigen Rendzinen und Braunen Rendzinen werden in KE i5 beschrieben.

Das Foto zeigt ein aufgegrabenes, über 1 m tiefes Bodenprofil.

Eine weitere kleinräumige Besonderheit stellen Rückstandstone mit deutlichem Karbonatsandanteil im Raum Niederstetten dar. Sie sind direkt an das Vorkommen von Dolomitstein und Dedolomit (grobkristalliner Kalkstein) im Oberen Muschelkalk gebunden (Simon, 2003). Die dort verbreiteten Braunerde-Terrae fuscae und Terra fusca-Braunerden sind vergleichsweise tief entwickelt (i29).

Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Es handelt sich um ein Musterprofil des LGRB. Das fünf Horizonte umfassende, graubraune Profil ist etwa 60 cm tief.
Sehr flach entwickelte Rendzina aus Kalksteinzersatz des Unteren Muschelkalks (i8)

Ähnlich wie im Oberen Muschelkalk wechseln auch im Hügelland und auf den Stufenflächen des Unteren Muschelkalks im westlichen Bauland Kalk- und Tonmergelgestein kleinräumig als Ausgangsgestein. In der dort verbreiteten KE i8 gibt es aber eine deutliche Dominanz flacher Rendzinen auf Kalkstein. Sie wechseln mit Terra fusca-Rendzinen und mit Pelosol-Pararendzinen. Terrae fuscae und Pelosole sind im Verbreitungsgebiet dieser Kartiereinheit, die auch in Scheitelbereichen schmaler Riedel in den Tälern des Tauberlands vorkommt, eher selten. Kleinere, von Kalksteinbänken des Unteren Muschelkalks gebildete Plateauflächen, auf denen flache, steinige Rendzinen noch höhere Flächenanteile besitzen, wurden in Einheit i2 abgegrenzt.

Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Es handelt sich um ein Musterprofil des LGRB. Das vier Horizonte umfassende, stark steinige Profil ist etwa 50 cm tief.
Flach entwickelte Terra fusca-Rendzina aus Kalksteinzersatz des Mittleren Muschelkalks (i7)

An Flachhängen und auf Scheitelbereichen der Rücken und Riedel im Mittleren Muschelkalk sind ebenfalls oft Rendzinen und Terra fusca-Rendzinen aus Dolomitstein, Kalkstein und steinigen Fließerden verbreitet (i7). Wegen des schluffig bis feinsandig verwitternden Dolomitgesteins sind die Böden oft deutlich tonärmer als jene im Gebiet des Oberen Muschelkalks. Weite Bereich in hängigen Lagen des Unteren und v. a. des Mittleren Muschelkalks werden von Pararendzinen und Pelosol-Pararendzinen aus mehr oder weniger steinigen, tonig-lehmigen Fließerden eingenommen (i11). Neben Dolomit- und Mergelverwitterungsmaterial aus dem Mittleren Muschelkalk ist den Fließerden oft auch noch Gesteinsmaterial aus dem Oberen Muschelkalk beigemengt. Im westlichen und nördlichen Randbereich der Bodengroßlandschaft sowie vereinzelt im Umpfertal bei Boxberg-Schweigern ziehen die Fließerdedecken z. T. bis ins Niveau des Oberen Buntsandsteins hinab. Rötliches, toniges und z. T. Sandstein führendes Verwitterungsmaterial der Rötton-Formation unterlagert dort die grauen Fließerden aus Muschelkalkmaterial oder wurde mit diesem vermischt (Pararendzina, i13).

Auf diesem Panoramabild sind vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen – durchsetzt von Waldgebieten – zu sehen. Aber auch ein Steinbruch links unten sowie ein langgestreckter Hügel mit Brachflächen dahinter sind erkennbar.

Blick vom vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Bauland zum größtenteils bewaldeten Hinteren Odenwald bei Elztal-Dallau – Blickrichtung NW (links) bis NO (recht)

Auf einen rötlich braunen Acker im Vordergrund des Bildes folgen leicht ansteigende, begrünte Flächen. Im Hintergrund sind verschiedene Waldstreifen erkennbar.
Blick vom Bauland nach Norden über Walldürn zum Odenwald (Waldgebiete im Hintergrund)

Ganz ähnliche Böden sind auch im Gebiet des Mittleren und Unteren Muschelkalks verbreitet. In den Kartiereinheiten i37 und i42 wurden Parabraunerden, Pelosol-Parabraunerden und Terra fusca-Parabraunerden aus meist dreischichtigen Fließerdefolgen abgegrenzt, die oberhalb 4–10 dm u. Fl. einen deutlichen Lösslehmeinfluss aufweisen. Darunter folgen Tonfließerden, Kalk- und Dolomitgestein.

Blick über eine weite, von wenigen Bäumen durchzogene, leicht vertiefte Ackerlandschaft. Im Vordergrund breitet sich ein Stoppelacker aus; im Hintergrund links ist ein flacher bewaldeter Hügel erkennbar.
Blick über die lösslehmbedeckte Bauland-Gäufläche bei Mosbach-Bergfeld nach Nordwesten

Vor allem im südwestlichen Bauland treten in Flachlagen im Gebiet des Oberen Muschelkalks Böden aus Lösslehm auf, die deutliche Merkmale zeitweiliger Staunässe besitzen (Pseudogley-Parabraunerde, Parabraunerde-Pseudogley i46, i57). Als Stauhorizonte wirken ältere umgelagerte Lösslehme oder dichtes, toniges Muschelkalk-Verwitterungsmaterial im tieferen Unterboden. Möglicherweise spielen auch umgelagerte Paläoböden oder Reste von Lettenkeuper-Verwitterungston eine Rolle (vgl. Wittmann, 2000, S. 113). Vereinzelt finden sich im südwestlichen Bauland Pseudogleye auch in mit Lösslehm verfüllten Karstsenken (i52). Weniger häufig sind Pseudogley-Parabraunerden und Pseudogley-Pelosol-Parabraunerden aus nur geringmächtigen lösslehmhaltigen Fließerden (< 8 dm). Sie wurden in KE i44 zusammengefasst. In Flachlagen am Westrand des Baulands bewirken oft auch schwer wasserdurchlässige Verwitterungstone aus dem Unteren und Mittleren Muschelkalk deutliche Staunässemerkmale in den überlagernden Lösslehmen (Pseudogley-Parabraunerde, i49; seltener Parabraunerde-Pseudogley, i55).

Auf diesem Bild reihen sich bepflanzte und nur schwach begrünte Ackerflächen hintereinander. In der Mitte findet sich eine Vertiefung durch einen Bach oder Fluss. Im Hintergrund stehen landwirtschaftliche Gebäude; dahinter liegen flache Hügel.
Blick über die Aue des Wittigbachs bei Wittighausen im Nordosten des Tauberlands

Im Übergangsbereich zum Lössgebiet des nordöstlichen Tauberlands sind Böden verbreitet, die sich in geringmächtigen, lössreichen Fließerden entwickelt haben. Es handelt sich um 3–10 dm mächtigen umgelagerten, kalkhaltigen Würmlöss mit sehr geringem bis mittlerem Skelettgehalt. Darunter folgen steinige Tonfließerden und Karbonatgesteinszersatz. Die in Scheitel- und Hanglage vorkommenden, in KE i39 beschriebenen Böden sind durch starke Bodenerosion überprägt. Vorherrschend sind stark erodierte Parabraunerden und Pararendzinen. Noch stärker erodierte Bereiche, in denen Braunerde-Pararendzinen und Pararendzinen vorherrschen, wurden mit zwei Einzelvorkommen von KE i19 und i20 abgegrenzt.

Böden aus holozänen Abschwemmmassen in Mulden und Hangfußlagen

Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter dichtem Nadelwald. Neben dem etwa 1,80 m tiefen, rotbraun gefärbten Profil öffnen sich links und rechts höhlenartige Vertiefungen. Rechts und im Vordergrund ist Pflanzenwuchs erkennbar.
Bewaldete Trockentalmulde nordöstlich von Osterburken mit Kolluvium

In den verzweigten Trockentalmulden, in Hangfußlagen und auf Schwemmfächern sind im Muschelkalkgebiet verbreitet Kolluvien aus holozänen Abschwemmmassen anzutreffen. Sie nehmen insgesamt rund 9 % der Gesamtfläche der Bodengroßlandschaft ein (ohne Siedlungen). Am häufigsten sind die in KE i65 beschriebenen tiefen Kolluvien aus schluffig-lehmigem Bodenmaterial. Das im Laufe der Zeit von den Hängen abgeschwemmte schwach humose Substrat ist oft skelettfrei oder skelettarm. Meist handelt es sich um karbonatfreie Abschwemmmassen, die durch Erosion entkalkter Böden aus lösslehmhaltigen Deckschichten entstanden sind. Heute befinden sich dort kalkhaltige Ackerböden aus Muschelkalkmaterial. Als eigene Kartiereinheit wurden die Kolluvien dort ausgewiesen, wo in der Umgebung großflächig Lösslehmdecken verbreitet sind (i63). Die Böden sind dort fast ausschließlich karbonatfrei, steinfrei und schluffreicher als diejenigen in KE i65. Sie sind hauptsächlich in Trockentalmulden des südlichen und südwestlichen Baulands zu finden. Staunässemerkmale kommen in den Böden beider Kartiereinheiten eher selten vor. Eine schwache Pseudovergleyung findet sich aber regelmäßig in den tiefen und mäßig tiefen, von Lösslehm unterlagerten Kolluvien im Hügelland des Unteren und Mittleren Muschelkalks im Raum Walldürn (i67). Für schluffreiche Kolluvien, die Merkmale von Haftnässe aufweisen, wurde eine eigene Kartiereinheit gebildet. Sie kommen vereinzelt in meist durch Grünland genutzten Muldentälchen im verbreitet von Lösslehm bedeckten südwestlichen Bauland vor (Haftnässepseudogley-Kolluvium, i72)

Das Bild zeigt flache Wiesen, die durch Streifen von Gebüsch und Bäumen sowie einem schmalen Graben getrennt sind.
Vernässte Talmulde im Übergang vom Unteren Muschelkalk zum Oberen Buntsandstein

In mehreren Tälchen im Muschelkalkgebiet finden sich Abschnitte mit kleinen, zumindest zeitweise wasserführenden Bächen oder Wassergräben. In den Tiefenbereichen dieser Talmulden sind oft Gley-Kolluvien mit Grundwassermerkmalen im tieferen Unterboden verbreitet (i74, i76). Teilweise stammt das Wasser aus Quellen im Lettenkeuper und bewegt sich einige Zeit auf tonigen, abdichtenden Sedimenten in den Muschelkalktälchen weiter, bevor es im verkarsteten Untergrund versickert. Meist stehen diese Talabschnitte aber im Zusammenhang mit Quellhorizonten im Unteren und Mittleren Muschelkalk. An wenigen Stellen kommen im westlichen Bauland auch stärker vernässte Böden vor (Gleye und Pseudogley-Gleye, i95, i96, i98, i100). Auch sie treten bevorzugt in flachen Mulden im Bereich von schwer wasserdurchlässigen Tonmergelgesteinen im Unteren und Mittleren Muschelkalk sowie im flachen Übergang zur Rötton-Formation auf. Örtlich sind sie auch in Talböden im Grenzbereich zwischen Oberem und Mittleren Muschelkalk zu finden. Bei den Gleyen in KE i95 und i100 wurden im tieferen Unterboden örtlich Torfhorizonte erbohrt. Durch Überstauung stehen die Nasswiesen im Naturschutzgebiet Lappen und Eiderbachgraben (i95) südlich von Walldürn oft mehrere Wochen unter Wasser (Lösing, 2000).

Das Bild zeigt einen mit Gebüsch bewachsenen Schutthang. Lose und hervorstehende Steine bedecken dabei den rötlich braunen Boden.
Hangschutt aus Gesteinsmaterial des Oberen Muschelkalk

In KE i6 wurden Hänge abgegrenzt, an denen die Böden hauptsächlich in Hangschutt und steinig-tonigen Fließerden aus Material des Oberen Muschelkalks entwickelt sind. In unteren Hangabschnitten ist z. T. Material aus dem Mittleren und Unteren Muschelkalk beigemischt. Früher vorhandene Deckschichten sind i. d. R. erodiert und die Böden sind meist bereits an der Oberfläche karbonathaltig. Vorherrschende Bodentypen sind Rendzinen, Pelosol-Rendzinen, Pararendzinen und durch die Bodenbearbeitung beim Weinbau entstandene mittel tiefe Rigosole.

Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Das oben schwärzlich braune Profil ist etwa 90 cm tief.
Pararendzina aus Hangschutt mit viel tonigem Feinmaterial (i12)

Weniger steile, vom Unteren und Mittleren Muschelkalk gebildete Hänge sind oft von Hangschutt und Fließerden bedeckt, die neben Gesteinsschutt viel tonig-lehmiges Feinmaterial sowie schluffiges Dolomitverwitterungsmaterial enthalten. Als Böden sind dort vorwiegend Pararendzinen und Pelosol-Pararendzinen verbreitet (i12).

Das Bild zeigt verschiedene, nach rechts und links ansteigende Rebflächen. Rechts mischt sich Baumbestand zwischen die Reben, unten ist zudem offener Fels zu erkennen.
Weinbergshänge im Unteren und Mittleren Muschelkalk westlich von Lauda-Königshofen (Rigosole, i104)

Die Böden in aktuell bewirtschafteten oder in jüngerer Zeit erst aufgegebenen Weinbergen wurden in KE i104 zusammengefasst. Es handelt sich um kalkhaltige Böden aus meist tonig-lehmigem Substrat mit stark schwankendem, meist hohem bis sehr hohem Steingehalt. Als Folge der tiefen Bodenbearbeitung im Weinbau sind Böden mit schwach humosen Unterbodenhorizonten (Rigosole, Pararendzina-Rigosole) verbreitet. Bei den stark steinigen Bodenprofilen steht allerdings der Charakter eines A‑C‑Bodens im Vordergrund (Rendzina). Häufig sind die Weinbergsanlagen durch Planierarbeiten und künstlichen Auftrag, oft aus Löss- und Lösslehmmaterial, stark anthropogen überprägt. Örtlich vorkommende Rigosole und Pararendzina-Rigosole an ehemaligen Weinberghängen im südlichen Bauland werden in den Kartiereinheiten i102 und i103 beschrieben. Die steilen Hänge sind dort oft durch Kleinterrassen strukturiert.

  • Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Es handelt sich um ein Musterprofil des LGRB. Das sechs Horizonte umfassende Profil ist 90 cm tief.
  • Das Foto zeigt ein Bodenprofil unter Wald. Es handelt sich um ein Musterprofil des LGRB. Das vier Horizonte umfassende Profil ist nur 50 cm tief.
  • Das Bild zeigt die schräge Kante eines nach rechts abfallenden, bewaldeten Hanges. Das offenliegende Bodenprofil hat eine graubraune bis gelblich braune Farbe und ist teilweise mit Steinen durchsetzt.
  • Nahaufnahme eines Bodenprofils unter Grünland. Der locker gesetzte Boden ist mit kleinen Steinen durchsetzt und graubraun gefärbt.
  • Blick auf eine nach links und rechts leicht ansteigende grüne Wiese mit Heidekraut im Vordergrund. Im Hintergrund sind eine teilweise von Bäumen verdeckte Siedlung sowie ein flacher Hügel erkennbar.
  • Blick über eine nach links abfallende Grünfläche mit Waldflächen im Mittelgrund. Im Hintergrund, nach einem wieder aufsteigenden Hang, liegen eine größere Ortschaft sowie teils bewaldete Höhen.
  • Von einem hochgelegen, begrünten Acker geht der Blick auf einen nach rechts aufsteigenden, teilweise mit Rebstöcken bepflanzen Hang. Links und im Hintergrund folgt ein Mosaik aus ebenfalls ansteigenden Äckern und Wald sowie eine im Tal liegende Ortschaft.
  • Das Bild zeigt links eine hochragende, graue Felswand, mittig einen abwärts verlaufenden Weg sowie einen nach rechts aufsteigenden, bewaldeten Gegenhang. Im Hintergrund erhebt sich ein weiterer, aus Äckern, Grünland, Steinhügeln und Wald bestehender Hang.
  • Das Bild zeigt im Vordergrund einen hoch gelegenen, rechts von einem Weg begrenzten flachen braunen Acker. Dahinter schließen sich gewellte, grün und gelb gefärbte Ackerflächen an.
  • Das Bild zeigt einen lockeren, leicht nach rechts geneigten, steinigen braunen Acker. Im Hintergrund sind ausgedehnte Siedlungen sowie bewaldete Hänge erkennbar.
  • Das Bild zeigt steile, nach links aufsteigende Rebflächen. Die Kuppe ist bewaldet. Im Vordergrund, dem Betrachter entgegen, erhebt sich eine Grünlandfläche.
  • Blick auf eine leicht gewellte Ackerlandschaft mit einzelnen Bäumen und einer Baumgruppe rechts. Die Hügel im Hintergrund sind bewaldet.

Literatur

  • Ad-hoc-AG Boden (2005). Bodenkundliche Kartieranleitung. 5. Aufl., 438 S., Hannover.
  • Lösing, J. (2000). Lappen und Eiderbachgraben. – Bezirksst. Naturschutz Landschaftspfl. Karlsruhe (Hrsg.). Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe, S. 426–428, Sigmaringen.
  • Simon, T. (2003). Erläuterungen zu Blatt 6625 Schrozberg-West. – Erl. Geol. Kt. Baden-Württ. 1 : 25 000, 175 S., 4 Beil., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg).
  • Wittmann, P. (2000). Verbreitung, Aufbau und Charakteristik quartärer äolischer Decksedimente im Einzugsgebiet von Kocher und Jagst. – Stuttgarter Geographische Studien, 130, S. 1–253, Stuttgart (Institut für Geographie der Universität Stuttgart).