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Bodeneigenschaften

Die Bodeneigenschaften sind zunächst stark vom Ausgangsgestein abhängig. Ein Drittel der Bodengroßlandschaft (BGL) Obere Gäue wird von Böden aus Karbonatgestein eingenommen. Ungefähr zu je einem Viertel sind Verwitterungsprodukte von Ton‑ und Mergelgesteinen einschließlich der daraus entstandenen Fließerden sowie Löss, Lösslehm und lösslehmreiche Fließerden das Ausgangsmaterial der Bodenbildung. Die Kolluvien und Auensedimente der Mulden und Täler nehmen zusammen 16 % der Fläche ein. Sandsteine des Lettenkeupers  (Unterkeuper, Erfurt-Formation) spielen flächenmäßig nur eine untergeordnete Rolle.

Im Vergleich zu den Rendzinen nehmen die aus dem tonigen Kalklösungsrückstand bestehenden Terrae fuscae nur eine geringe Fläche ein. Ihre Eigenschaften hängen von der Entwicklungstiefe und dem Vorhandensein von Resten einer lösslehmhaltigen Deckschicht ab. Aufgrund des kleinpolyedrischen Bodengefüges ist die Terra fusca trotz des hohen Tongehalts gut wasserdurchlässig und neigt i. A. nicht zu Staunässe. Meist wurden diese Böden in Kartiereinheit (KE) g53 zusammengefasst und ihre nutzbare Feldkapazität als gering bis mittel und die KAK als mittel bis hoch eingestuft.