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Verkarstungen

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Der Blick richtet sich in ein Loch, welches sich in hellbraunem bis gelblichem Gestein befindet. Die Tiefe ist nicht richtig zu erkennen. Vom oberen Rand fließt Wasser in das Loch.
Ponor (Bachschwinde) mit zulaufendem Bachwasser im Oolithkalkstein der Hauptrogenstein-Formation des Mittleren Mitteljuras, Ostseite des Josbergs, Müllheim

Im Oberrheingraben wird davon ausgegangen, dass aufgrund der mächtigen Quartären Ablagerungen etwaig ablaufende Verkarstungsprozesse im Untergrund keine Auswirkungen auf den oberflächennahen Baugrund haben. Dieser Bereich ist als „nicht bearbeitet, Verkarstung unwahrscheinlich“ gekennzeichnet.

Im Bereich der östlich an den Oberrheingraben anschließenden Vorbergzone liegt aufgrund der komplexen, stark gestörten Lithologie (Schollenmosaik) kein geologisches Modell des Untergrunds vor. Dieser Bereich ist als „nicht bearbeitet, Verkarstung möglich“ gekennzeichnet.

Insgesamt sind nach der Ingenieurgeologischen Gefahrenhinweiskarte von Baden-Württemberg 41,0 % der Landesfläche mit dem Hinweis „Verkarstungsgefährdung“ ausgewiesen. Dabei wird nach Verkarstungsgefährdung „Karbonatkarst“ und „Sulfatkarst“ sowie der kombinierten Verkarstungsgefährdung „Karbonat-/Sulfatkarst“ unterschieden. Die unbearbeitete Landesfläche entspricht 8,4 % (Bereich des Oberrheingrabens) und 3,5 % (Vorbergzone). Eine Verkarstungsgefährdung „Salzkarst“ ist in der Ingenieurgeologischen Gefahrenhinweiskarte von Baden-Württemberg nicht ausgewiesen.

Zu sehen ist ein schwarzweiß gezeichneter geologischer Längsschnitt vom Odenwald bis zur Albhochfläche. Die einzelnen Schichten verlaufen schräg, verkarstete Bereiche sind blau eingefärbt.

Schematischer geologischer Schnitt vom Odenwald bis zur Albhochfläche

Zu sehen ist ein schwarzweiß gezeichneter geologischer Schnitt vom Keuperbergland bis zum Bodensee. Die einzelnen Schichten verlaufen schräg; verkarstete Bereiche, besonders auf der Albhochfläche, sind blau eingefärbt.

Schematischer geologischer Schnitt vom Keuperbergland bei Stuttgart bis zum Bodensee

Weiterführende Links zum Thema

Literatur

  • Hansch, W. & Simon, T. (2003). Das Steinsalz aus dem Mittleren Muschelkalk Südwestdeutschlands. – museo, 20, S. 1–240. [Veröffentlichungen der Städtischen Museen Heilbronn]
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