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Unterkeuper

Lithostratigraphische Untergruppe

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Verbreitung in Baden-Württemberg, Landschaftsbild

Hell und dunkel begrünte Feuchtflächen im Vordergund vor einigen Büschen. Am Horizont erhebt sich hinter einem kleinen Wald rechts im Bild ein bewaldeter Höhenrücken in den blauen Himmel.
Weiher und Feuchtfläche Vorderer See nordöstlich von Reusten

Der Unterkeuper streicht über große Gebiete in Hohenlohe und im Gäuland aus, wo er häufig von geringmächtigen quartären Deckschichten überlagert wird. Er bedeckt dabei große Teile der Stufenfläche der vom Oberen Muschelkalk gebildeten Schichtstufe. In Annäherung an die Keuperwaldberge wird er jedoch von Gesteinen des Mittelkeupers verdeckt und zeigt daher von der Baar bis ins Hochrheingebiet und ebenso im Kraichgau nur ein schmales Ausstrichgebiet zwischen Muschelkalk und Mittelkeuper.

Mächtigkeit

Das Bild zeigt eine Gesteinswand in einem Steinbruch aus schichtigem, dunkelgrauem und beigem Gestein. In der Mitte der Wand hat sich entlang einer Störung eine nach unten geöffnete Falte gebildet.
Stauchfalte an Störung, Unterohrn

Die Mächtigkeit beträgt in Nordwürttemberg und im Kraichgau bis etwas über 30 m und nimmt nach Süden allmählich auf weniger als 10 m am Hochrhein ab.

Alterseinstufung

Die Nahaufnahme zeigt die unebene Oberfläche eines dunkelgrauen Gesteins. In der Oberfläche befinden sich rundliche Vertiefungen.
Conchostraken, Unterkeuper, Höpfigheim

Der Unterkeuper entstand wie der höhere Obere Muschelkalk und der tiefste Mittelkeuper im Ladinium, der jüngeren Stufe der Mitteltrias nach internationaler Zeiteinteilung.

Ältere Bezeichnungen

Das Bild zeigt einen Aufschluss, der vom rechten Bildrand nach links hinten ausläuft. Davor befindet sich ein grauer Schotterweg. In der unteren Hälfte besteht der Aufschluss aus hellgelbem, bankigem Gestein, darüber dunkelgraues und dunkelgelbes Gestein.
Unterer Keuper auf Trigonodusdolomit, Frommenhausen

Die unreinen („lettigen“) Kohleflözchen über dem Muschelkalk waren Ende des 18. Jahrhunderts als „Lettenkohle“ beschrieben worden, woraufhin dieser Ausdruck lange auch als Name für das ganze Schichtpaket verwendet worden ist. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert kamen die Bezeichnungen Kohlenkeuper oder Lettenkeuper hinzu. Die Einheit wurde dabei einerseits seit 1830 wegen der vorwiegend grauen Farben als Unterer Keuper vom bunten Mittleren Keuper abgegrenzt, andererseits in Württemberg (und daraufhin auch in den südwestlich angrenzenden Ländern, heute noch in Frankreich und der Schweiz) lange zum Muschelkalk gerechnet.

Externe Lexika

Litholex