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Geologischer Pfad am Schlossberg bei Schramberg

Blick auf eine kleine Informationstafel mit Schaubildern und Text zum Thema Abtragung und Hebung des Schwarzwaldes.
Erklärungen zur Entstehung des Schwarzwalds am Geologischen Pfad bei Schramberg

Entlang des Pfades passiert man die einen hohen Versatz aufweisende Schramberger Hauptverwerfung. Die Folge ist ein eindrucksvoller Wechsel verschiedener Gesteine auf engstem Raum. Am Hangfuß stehen zunächst die Rotliegend-Sedimente an (Schramberg-Formation). Sie sind im Unteren Perm vor 272–296 Mio. Jahren entstanden und besitzen bei Schramberg eine außergewöhnlich hohe Mächtigkeit. Es handelt sich überwiegend um rotbraune, schlecht sortierte Arkosebrekzien und ‑konglomerate (Fanglomerate), die als Schuttfächer-Sedimente abgelagert wurden. Sie sind der Abtragungsschutt des Variskischen Gebirges, das im Erdaltertum existierte, lange bevor der Schwarzwald entstand. Im weiteren Verlauf des Weges überschreitet man die Verwerfung und sieht plötzlich Felsen und Aufschlüsse im Triberg-Granit, der als Tiefengestein bei der damaligen Gebirgsbildung entstand. Beim folgenden Anstieg wendet der Weg wieder nach Osten und quert die Verwerfung ein weiteres Mal, so dass man jetzt Aufschlüsse in Gesteinen des Deckgebirges antrifft, die nach der Abtragung des Variskischen Gebirges abgelagert wurden. Es handelt sich am Schlossberg v. a. um Sandsteine der Kirnbach- und Tigersandstein-Formation (Zechstein) sowie der Eck-Formation (Unterer Buntsandstein). Den Gipfelbereich mit der Ruine bilden harte, geröllführende Sandsteine der Geröllsandstein-Subformation (Mittlerer Buntsandstein).

  • Weiter Blick von erhöhtem Standort auf eine mit bewaldeten Bergen durchsetzte Landschaft. Links und rechts verteilen sich Siedlungen an den unteren Berghängen. Im Hintergrund sind Taleinschnitte zu erkennen.
  • Nahaufnahme von rötlich grauem Gestein. Rechts der Bildmitte sind auch kleine weiße Gesteinskörper zu erkennen.
  • Teilansicht von dunkel- bis hellgrauem Felsgestein. Links ist im Fels eine schrägstehende Verwerfung zu erkennen. Rechts ist die Gesteinsoberfläche mit Moos bewachsen.
  • Blick auf eine sich links auftürmende Felswand an einem Waldhang. Das dunkelgraue Gestein ist stark mit Moos überzogen. Rechts, vor einem hohen Baum, liegen Felsblöcke, um die ein Pfad herumführt.
  • Seitlicher Blick auf eine hohe, rötlich graue Felswand. Das Gestein ist verwittert und zeigt im oberen Bildbereich gelbe Verfärbungen. Rechts führt ein Wanderpfad an der Felswand entlang.

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