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Mittlere Lochen-Schichten

Verbreitungsgebiet: Westliche Schwäbische Alb (Hohe Schwabenalb im Bereich der oberen Eyach und der Oberen Bära)

Erdgeschichtliche Einstufung: Mittlere-Lochen-Schichten (joLOm) und Wohlgeschichtete-Kalke-Formation (joW), Oberjura

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol „Themenebenen“ links oben einblenden.)

Gestein

Das Bild zeigt eine größere, freiliegende Felswand. Das Gestein ist grau mit leichten Schattierungen. Unten und oben verlaufen waagrechte Einkerbungen, in der Mitte führen sie senkrecht hinauf. An den Seiten wachsen Bäume.
Felswand der Mittleren Lochen-Schichten an der Hossinger Leiter

(1) Die monotonen Bankkalksteine bestehen aus 10–60 cm, im Mittel 20–30 cm mächtigen, hellgraubeigen, dichten Kalksteinen mit 0,2–10 cm mächtigen Mergelsteinzwischenlagen. Die Kalksteine weisen einen glatten bis muscheligen, untergeordnet auch rauen Bruch und eine glatte Schichtoberfläche auf. Der Anteil der hellgrauen Mergelsteinfugen an der Schichtenfolge liegt meist bei etwa 5–10 %, stellenweise bei 20 %. Die Mächtigkeit der Mergelsteinbänke sowie der Mergelsteinanteil (5–25 %) nehmen dabei vom Hangenden zum Liegenden (Impressamergel-Formation) deutlich zu. Häufig treten auf den Kluft- und Schichtflächen Dendriten und charakteristische rostbraune Flecken auf. Die Bankkalksteine verwittern blockig-plattig, die Mergelsteinlagen scherbig-kleinstückig. Durch die vertikale Klüftung erinnert die Schichtenfolge an ein wohlgeschichtetes Mauerwerk.

  • Teilansicht von rötlich braunem, in kleineren Blöcken auf- und nebeneinanderliegendem Gestein einer Steinbruchwand.
  • Das Bild zeigt eine größere, freiliegende Felswand. Das Gestein ist grau mit leichten Schattierungen. Unten und oben verlaufen waagrechte Einkerbungen, in der Mitte führen sie senkrecht hinauf. An den Seiten wachsen Bäume.
  • Teilansicht einer Steinbruchwand. Das rötlich braune bis gelbliche Gestein liegt in dicken Bänken auf. Unterhalb der Bildmitte ist Gestein herausgebrochen. Rechts unten liegt Schutt.
  • Detailaufnahme eines hell- bis mittelgrauen Gesteins, welches massig bis dickbankig ist und eine linsenförmige Lage in Form einer Hohlkehle in der Bildmitte aufweist. Unten links befindet sich ein Hammer als Maßstab.

Literatur

  • Franz, M., Schaaf, D., Schmidt, S. & Schweizer, V. (1987). Erläuterungen zu Blatt 7719 Balingen. – Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 146 S., 1 Taf., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • Schweizer, V. & Franz, M. (1994). Erläuterungen zu Blatt 7819 Meßstetten. – Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 112 S., 1 Beil., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).