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Naturwerksteine

Verbreitungsgebiete: Schichtstufenland, Vorbergzone entlang des westlichen Schwarzwaldrands, Molassebecken, Kaiserstuhl, Schwarzwald, Odenwald

Erdgeschichtliche Einstufung: Karbon, Perm, Trias, Tertiär, Quartär

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol "Themenebenen" links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Gewinnung von Naturwerksteinen
Gewinnung von Naturwerksteinen

Gesteine

Bühlertal-Granit in der Varietät Gertelbach als polierte Platte.
Bühlertal-Granit in der Varietät Gertelbach als polierte Platte

Listet man die Naturwerksteine des Landes nach ihren bekannten Bezeichnungen in alphabetischer Reihenfolge auf, so ergibt sich nachfolgende Aufstellung (in Klammern: erdgeschichtliche Einstufung): Angulatensandstein (Unterjura); Arietenkalk (Unterjura); Böttinger Marmor (Jungtertiär); Buntsandstein (Untertrias), darunter die Varietäten Neckartäler Hartsandstein, Roter Mainsandstein, Pfinztäler Sandstein, Lossburger Sandstein, Seedorfer Sandstein, Lahrer Sandstein usw.; Cannstatter Travertin (Pleistozän); Dogger-Eisensandstein (Mitteljura); Gauinger, Sonderbucher und Riedlinger Travertin (Jungtertiär); Hauptrogenstein (Mitteljura); Kaiserstühler Tuffstein, Phonolith und Karbonatit (Jungtertiär); Kalktuff (Quartär); Kieselsandstein (Mittelkeuper); Leisberg-Porphyr (Perm); Lettenkeuper-Sandstein (Unterkeuper); Molassesandstein (Jungtertiär); Muschelkalk (Mitteltrias), darunter die Varietäten Crailsheimer Muschelkalk und Krensheimer Quaderkalk; Pfaffenweiler Kalksandstein (Alttertiär); Plattenkalksteine von Kolbingen, Renquishausen und Steinweiler (Oberjura); Posidonienschiefer (Fleins) von Holzmaden (Unterjura); Randengrobkalk (Jungtertiär); Rhätsandstein (Oberkeuper); Riedöschinger Travertin (Jungtertiär); Schilfsandstein (Mittelkeuper), darunter die Varietäten Weiler Sandstein, Mühlbacher Sandstein, Niederhofener Sandstein, Pfaffenhofener und Güglinger Sandstein, Maulbronner Sandstein, Freudentaler Sandstein, Heilbronner Sandstein, Renfrizhauser und Wendelsheimer Sandstein; Schwarzwälder Granite (Karbon), darunter die Varietäten Bühlertal-Granit (Gertelbach- oder Rotenberg-Granit), Raumünzach- bzw. Forbach-Granit, Oberkirch-Granit (Kappelrodeck- und Achertal-Granit), Seebach-Granit, Triberg- und Elztal-Granit, Malsburg-Granit, Albtal-Granit und St. Blasien-Granit; Stubensandstein (Mittelkeuper), darunter Heilbronner, Schlaitdorfer und Pliezhauser Stubensandstein; Weißjura-Kalksteine inkl. Brenztal-Trümmerkalk und Korallenkalk (Oberjura/Weißer Jura).

  • Bühlertal-Granit in der Varietät Gertelbach als polierte Platte.
  • Grabdenkmal aus Südschwarzwälder Diatexit.
  • Beispiel für eine sedimentäre Werksteinlagerstätte: Schilfsandstein Beispiel für eine sedimentäre Werksteinlagerstätte: Schilfsandstein.
  • Schloss Heidelberg.
  • Fassadenplatte aus Randengrobkalk.
  • Der als Rohstoff gewonnene Sandstein ist ein meist mittelkörniger, hell- bis mittelroter Feinsandstein.
  • Fossilplatte mit Ammoniten.
  • Kalksteine aus dem Posidonienschieferhorizont.
  • Abbauwand: Bituminöser Mergel- und Kalkstein.
  • Türschild einer Steinhauerfamilie aus Kalksandstein.
  • Kalksandstein mit Einschaltungen von Bruchstücken.
  • Die dickbankigen Kalke zeichenen sich durch Witterungsbeständigkeit aus.
  • Aus dickbankigen Kalksteinen gesägte Platten.
  • Kalksteine der Untere-Felsenkalke-Formation.
  • Gesägte Eisensandsteinblöcke.
  • Eisensandstein im Dünnschliff.
  • Feinkörniger Quarzsandstein der Eisensandstein-Formation.
  • Degerfelder Buntsandstein mit farblichem Wechsel.
  • Roter Wiesentäler Plattensandstein und heller Degerfelder Sandstein.
  • Mauerwerk aus geröllführendem Sandstein.
  • Buntsandstein aus Degerfelden.
  • Geröllführender Sandstein.
  • Unterschiedliche Farben und Texturen in einem Buntsandstein.

Literatur

  • Werner, W., Wittenbrink, J., Bock, H. & Kimmig, B. (2013). Naturwerksteine aus Baden-Württemberg – Vorkommen, Beschaffenheit und Nutzung. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 765 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau).
  • Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (2013). Rohstoffbericht Baden-Württemberg 2012/2013: Bedarf, Gewinnung und Sicherung von mineralischen Rohstoffen – Dritter Landesrohstoffbericht – Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (Hrsg.). LGRB-Informationen, 27, S. 1–204.
  • Lorenz, W. & Gwosdz, W. (2003). Bewertungskriterien für Industrieminerale, Steine und Erden, Teil 6: Naturwerksteine und Dachschiefer. Geol. Jb., H 9, S. 3–70, Hannover.