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Böden der Talauen

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Der Blick geht über einen im Vordergrund sichtbaren Fluss zum dahinter sanft ansteigenden Ufer sowie einer Wiese. Das dunkle Blau des Wassers kontrastiert dabei mit dem dunkel- bis hellgrünen Bewuchs von Ufer und Wiese. Schlanke Bäume begleiten den Fluss.
Eyachaue bei Horb-Mühringen

Die in der Bodenkarte ausgeschiedenen Kartiereinheiten im Bereich der Talauen unterscheiden sich hinsichtlich der vom jeweiligen Einzugsgebiet abhängigen Substratzusammensetzung der Auensedimente. Weitere Unterscheidungskriterien waren das Ausmaß der Grundwasserbeeinflussung sowie ihr Karbonatgehalt. Wegen der in vielen Tälern auch heute noch gelegentlich auftretenden Überschwemmungen sowie aufgrund des in manchen Tälern hoch anstehenden Grundwassers wird in den Auen fast ausschließlich Grünlandnutzung betrieben, örtlich sind sie bewaldet.

Der Blick geht über ein ein weites, blühendes Grünlandfeld, das bis zur Bildmitte reicht. Dahinter steigen links und rechts bewaldete Hänge an.
Grünlandnutzung in der Talaue der Eyach bei Horb-Mühringen

Eine eigene Kartiereinheit wurde für die Auenböden der rechten Nebenflüsse des Neckars vergeben, die ihr Einzugsgebiet im Albvorland und auf der Schwäbischen Alb haben (z. B. Eyach, Starzel). Die dort vorherrschenden kalkreichen Braunen Auenböden (g73) sind denen der Neckaraue recht ähnlich. Die Auensedimente haben aber in der Tendenz einen geringeren Sand‑ und höheren Tongehalt.

Das Bild zeigt ein mit Grünpflanzen bewachsenes stehendes Gewässer sowie einen dicht begrünten Wald. Die Grenze zwischen Wasser und Waldboden ist dabei nur schwer zu erkennen.
Auwald am Oberlauf des Dießener Bachs westlich von Horb-Dießen mit Auengley und Nassgley (g85)

Als Folge der im Unteren und Mittleren Muschelkalk vorhandenen Quellhorizonte gibt es in den Gäutälern vielfach auch sehr feuchte Böden. Die in den Kartiereinheiten g83 und g85 zusammengefassten Auengleye sind in vielen Talabschnitten zu finden. Extrem vernässte Bereiche mit Anmoorgleyen und Nassgleyen nehmen dagegen nur wenige kleine Flächen ein. Sie werden in Kartiereinheit (KE) g91 beschrieben. Im Ammertal bei Herrenberg sowie in einem Bachtal bei Böblingen werden die Auenlehme oft von sehr tonreichen Stillwassersedimenten unterlagert (Auengley, g86). Teilweise verlaufen diese Talabschnitte schon im angrenzenden Gipskeuper. Vermutlich haben dort durch Gipsauslaugung bedingte Sackungen zur Bildung der Stillwassersedimente beigetragen.