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Böden im Verbreitungsgebiet pleistozäner Schotter

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Terrassen- und Schotterablagerungen im Gebiet der Adelegg

Ungefähr 1,30 m mächtiges Musterprofil eines Bodens. Dieser ist die oberen drei Viertel braun-grau und darunter dunkelbraun. Bei etwa 70 cm befindet sich ein geröllhaltige Schicht. Links sind die Horizonte eingezeichnet, rechts ein Maßstab.
Brauner Auenboden aus Auensand über lehmig-sandigen Hochwasserablagerungen der Eschach

Die beiden Haupttäler der Adelegg unterscheiden sich deutlich. Das Tal der Kürnach, die das östliche, bayerische Gebiet der Adelegg entwässert und erst im Unterlauf das baden-württembergische Gebiet im Westen erreicht, weist gemäßigte, relativ ausgeglichene Gefällsverhältnisse auf. Dagegen zeichnet sich das Tal der Eschach durch ein hohes Fließgefälle aus. Die Bodenverhältnisse im Talboden der Eschach korrespondieren mit ihrem Wildbachcharakter und werden von Auenpararendzinen aus kiesführenden sandig-schluffigen Hochwasserabsätzen über Flusskiesen dominiert (s215), die teilweise durch Braune Auenböden aus relativ geringmächtigem Auensand mit einem nur geringen Bodensedimentgehalt aus bräunlichem, leicht humosem Material ergänzt werden.

Musterprofil eines mittelbraunen, recht homogenen, feinen Bodens. Links sind die einzelnen Horizonte eingezeichnet, rechts befindet sich ein Maßstab mit einem Schild mit Beschriftung daüber. Über dem Profil wächst Wiese.
Tief entwickelte lessivierte Braunerde aus spätglazialer Fließerde über würmzeitlichem Hochflutlehm und Schotter der Eschach

Auf den mit Hochflutsedimenten überschütteten Bereichen ist dagegen KE s38 verbreitet. Lessivierte Braunerden, Parabraunerde-Braunerden sowie örtlich Braunerde-Parabraunerden sind auf stellenweise schwach kieshaltigen feinkörnigen Substraten entwickelt, die ab 8 bis über 10 dm u. Fl. den unterlagernden, im oberflächennahen Bereich entkalkten sandig-lehmigen Kiesen aufsitzen. Am Übergang zur Talwasserscheide zwischen Eschach und Unterer Argen werden auf dem eben auslaufenden abzugsträgen Schwemmfächer die Bodenwasserverhältnisse einerseits zunehmend durch Stauwasser bestimmt und gelangen andererseits unter Grundwassereinfluss (s50, Gley-Pseudogley aus Hochflutlehm).