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Böden der Talauen

In den Talsohlen im Einzugsgebiet des Oberen Buntsandsteins und in Gebieten mit verbreitet vorkommenden lösslehmhaltigen Deckschichten wird bei Überschwemmungen Auenlehm abgelagert. Auensande finden sich dagegen in Tälern, in denen sandiges Material aus dem Mittleren Buntsandstein zur Ablagerung kommt. Oft wechseln sandige mit sandig-lehmigen Ablagerungen. Des Weiteren werden die Böden der Talauen nach der Mächtigkeit des Auensediments und besonders nach dem Ausmaß des Grundwassereinflusses unterschieden.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Blick auf ein dunkelbraunes Bodenprofil unter Grünpflanzen. Eine Kreidetafel links weist das Profil als Musterprofil des LGRB aus. Das in sechs Horizonte unterteilte Profil ist 110 cm tief.
Kalkhaltiger Brauner Auenboden mit Vergleyung im nahen Untergrund aus Auensand über Flussschotter (b42) – Nagoldtal

Zwischen Altensteig und Pforzheim münden in die Nagold mehrere Bäche und kleine Flüsse ein, die karbonathaltiges Auensediment aus ihrem in der Gäulandschaft liegenden Einzugsgebiet liefern. Die nur schwach bis mäßig vom Grundwasser beeinflussten, sandigen bis lehmigen Auenböden der Nagold weisen daher meist einen schwachen Kalkgehalt auf (b42). Dasselbe gilt für das Glatttal und seine Nebentäler zwischen Glatten und Sulz-Hopfau. Auch die stärker vernässten Böden der Würmaue (Auengley, b46) sind meist kalkhaltig. Der Auenlehm besitzt dort zudem einen hohen Anteil an Lössbodenmaterial.

Blick auf eine von Bäumen durchsetzte, im Vordergrund schattige Wiesenlandschaft. Im Hintergrund erheben sich, nach rechts ansteigend, bewaldete Berge.
In der breiten Talaue der Kleinen Wiese nördlich von Schopfheim-Langenau finden sich Auengleye und Braune Auenböden aus sandigem Auenlehm.

Den Süd- und Ostrand des Weitenauer Berglands bildet das dicht besiedelte vordere Wiesental zwischen Hausen i. W. und Lörrach mit dem Seitental der Kleinen Wiese zwischen Wieslet und Maulburg. Wo die Talsohle nicht überbaut ist, nehmen Auenböden aus Überschwemmungssedimenten größere Flächen ein. Bei den vorherrschenden Braunen Auenböden ließen sich Bereiche mit Auenlehm (b117) von sandigen Auenabschnitten abgrenzen (b119). Auengleye mit stärkerem Grundwassereinfluss gibt es kleinflächig im Kleinen Wiesental und am Rand der Wieseaue bei Schopfheim-Fahrnau (b118). Auf einer geringfügig über der Aue gelegenen Terrasse westlich von Steinen wurden unter dem humosen Auenlehm der Braunen Auenböden ältere Bv-Horizonte erbohrt (b61). Auf einer weiteren Auenterrasse östlich von Maulburg sind Auenbraunerden aus z. T. stark Kies und Geröll führendem, geringmächtigem Auensediment verbreitet (b121).

Blick über eine flache grüne Wiese mit einem Maisfeld als hintere Begrenzung. Zum Hintergrund hin erhebt sich ein teils bewaldeter, teils von Äckern und Wiesen bedeckter Bergrücken.

Vorderes Wiesental und Anstieg des Weitenauer Berglands bei Steinen

Im Vordergrund befindet sich ein älteres Auenniveau (b61). In dem dahinter eingesenkten Auenbereich verläuft der Steinenbach (b117). Am Fuß des Berglands finden sich Kolluvien (b95). An dem sanften Anstieg sind überwiegend Parabraunerden aus lösslehmreichen Fließerden verbreitet (b104).

  • Blick auf einen schmalen, flachen Fluss mit einer kleinen Gefällstufe. Die beiden Uferseiten sind unterschiedlich: links fügt sich ein Waldhang an, rechts ist das Ufer flach und von Bäumen gesäumt.
  • Über eine flache, von braunen Stellen durchzogene Grasfläche geht der Blick zu bewaldeten Berghängen, die bis zum Hintergrund reichen. Links, noch vor dem ansteigenden Wald, steht der Rest einer ehemaligen Klosterkirche.
  • Blick von erhöhtem Standort über abwärts fließende, nach links gerichtete Hänge mit Wald, Rebstöcken, Wiesen, Bäumen und Äckern. Im Hintergrund befinden sich eine Ortschaft sowie nach links aufsteigende, bewaldete Berge.
  • Blick auf eine leicht ausgebleichte Wiese, die zum Hintergrund hin von Wald begrenzt wird. Im Vordergrund erheben sich mehrere Maulwurfshügel.
  • Im Bild ist flaches, abgeerntetes Ackergelände, an dem rechts ein geteerter Weg entlangführt. Im Hintergrund sind Baumgruppen, rechts auch ein Wald sowie bewaldete Berge zu sehen.
  • Das Foto zeigt flache, abgeerntete braune Ackerflächen, zwischen denen rechts ein geteerter Weg hindurchführt. Links grenzt Wald an die Äcker. Im Hintergrund erheben sich bewaldete Bergrücken.
  • Ein von links hinten kommender Fluss verbreitert sich im Vordergrund. Das vordere Ufer rechts besteht aus einer Wiese sowie Bäumen und Sträuchern, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln. Im Hintergrund sowie am hinteren Flussufer steht dichter Wald.
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