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Anthropogene Bildung

Lithostratigraphische Gruppe

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Verbreitung in Baden-Württemberg, Landschaftsbild

Auf dem Bild ist ein mit Gras bewachsener Grabhügel zu sehen. Auf den Hügel hinauf führt eine Steintreppe, oben steht ein Monument. Im linken Vordergrund befindet sich ein kahler Baum
Fürstengrab von Hochdorf (rekonstruierter Grabhügel)

Mit der nacheiszeitlichen Klimaverbesserung wurden die Lebensbedingungen für die Menschen immer besser und das gesamte Landesgebiet konnte zum Leben und Wirtschaften genutzt werden. Mit der Differenzierung und Weiterentwicklung der menschlichen Tätigkeiten im Holozän nahm auch die Vielfalt der landschaftlichen Überprägung zu. Menschen graben ab und füllen auf, bauen Terrassen, schütten Dämme auf, Flussläufe werden künstlich verlegt und zur Nutzung von Rohstoffen werden Kiesgruben oder Steinbrüche angelegt. Anthropogene Bildungen kommen deshalb nahezu überall vor und fallen meist leicht ins Auge, weil sie unnatürliche Formen und Umrisse haben. Schwieriger zu erkennen sind Auffüllungen, die präexistente Hohlformen auffüllen und alte Ablagerungen, die aus dem Mittelalter oder aus noch früherer Zeit stammen. Derartige Reste sind häufig durch Setzung und Verwitterung zusätzlich überprägt und bewachsen.

Literatur

  • Wagner, G. A. & Beinhauer, K. W. (1997). Homo heidelbergensis von Mauer. Das Auftreten des Menschen in Europa. 316 S., Heidelberg.
  • Higham, T., Basell, L., Jacobic, R., Wood, R., Ramsey, C. & Conard, N.J. (2012). Testing models for the beginnings of the Aurignacian and the advent of figurative art and music: The radiocarbon chronology of Geißenklösterle Journal of Human Evolution, 62 (6), S. 664–676.
  • Wagner, G. A., Krbetschek, M., Degering, D., Bahain, J.-J., Qingfeng, S., Falguères, C., Voinchet, P., Dolo, J.-M., Garcia, T. & Rightmire, G. P. (2010). Radiometric dating of the type-site for Homo heidelbergensis at Mauer, Germany Proceedings of the National Academy of Sciences, 107 (46), S. 19726–19730.