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Böden im Lössverbreitungsgebiet

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Das Foto zeigt eine auf- und absteigende Ackerlandschaft. Links ist eine große Fläche dicht begrünt, rechts laufen Furchen abwärts. Hinten sind weitere Äcker; grün, braun und gelb gefärbt. Bäume, Traktoren und eine bewaldete Höhe ergänzen das Bild.
Wellige Korngäu-Landschaft nördlich von Herrenberg, verbreitet mit fruchtbaren Lössböden (Parabraunerde g32, g33)

Oft liegt der Löss über älterem Lösslehm, der von Lettenkeuper-Material unterlagert wird (Unterkeuper, Erfurt-Formation) . Am Übergang zur Keuper-Schichtstufe bildet örtlich bereits Gipskeuper und im Norden und Nordwesten Oberer Muschelkalk den Untergrund. Ein Hauptverbreitungsgebiet der Lössdecken befindet sich im östlichen Korngäu zwischen Rottenburg am Neckar und Herrenberg. Nördlich von Herrenberg setzt es sich in einem breiten lückenhaften Streifen bis Leonberg entlang des Fußes der Keuper-Schichtstufe fort. Die großen inselhaft vorkommenden Lössdecken nördlich davon bis zum Enztal leiten bereits zur benachbarten Lösslandschaft des Neckarbeckens über. Wenige kleine Lössinseln südlich des Neckartals oberhalb von Rottenburg am Neckar, sind die südlichsten Vorkommen in den Oberen Gäuen.

Typische Boden- und Deckschichtenabfolge im Korngäu westlich von Rottenburg (schematischer Profilschnitt, Deckschichten stark überhöht)

Literatur

  • Hornig, W. (1993). Blatt 7120 Stuttgart-Nordwest, Karte und Tabellarische Erläuterung. Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000, 49 S., Freiburg i. Br. (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Zabel-Wittoch, B. (1977). Hopfen im Gäu - Rückblick auf rund 175 Jahre Hopfenanbau. Das Gäu - Geschichte, Persönlichkeiten, Wirtschaft, 6, 12 S., Herrenberg (Volksbank Herrenberg).
  • Hönscheidt, S. (2002). Holozäne Bodenbildung, Bodenabtrag und Akkumulation am Beispiel bandkeramischer Siedlungsreste bei Vaihingen/Enz (nordwestlich von Stuttgart) : Untersuchungen zur holozänen Landschaftsgeschichte im nordwestlichen Baden-Württemberg Stuttgarter Geogr. Stud., 132, S. 1–272.
  • Müller, S. (1951). Schwarzerderelikte in Stuttgarts Umgebung Jh. geol. Abt. Württ. Stat. L.-Amt, 1(79), S. 79–90.
  • Ostendorff, E. (1954). Fossile Schwarzerden und Waldböden in Südwestdeutschland und ihre Bedeutung für die Diluvialgeschichte Z. Pflanzenern., Düngung, Bodenkde., 65, S. 62–80.