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Vogesensandstein-Formation

Verbreitungsgebiet: Lahr-Emmendinger Vorberge, Mittlerer Schwarzwald, Nordschwarzwald, Südlicher Kraichgau, Tal der Nagold

Erdgeschichtliche Einstufung: Mittlerer Buntsandstein (sm), Buntsandstein (s), Trias

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol „Themenebenen“ links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Lagerstättenkörper

Blick auf eine rötlich graue, ehemalige Steinbruchwand. Der obere Rand des dickbankigen Gesteins ist mit Netzen gesichert. Rechts ist ein verwinkeltes Fachwerkgebäude mit vorgelagertem Turm zu sehen, darunter ist das Gestein stark zugewachsen.
Dickbankige Sandsteine des Mittleren Buntsandsteins in einem ehemaligen Steinbruch beim Altensteiger Schloss

Die Vogesensandstein-Formation (sV) besteht aus den Subformationen des Badischen Bausandsteins (sVs), des Geröllsandsteins (sVg) und des Kristallsandsteins (sVK). Ausstrichgebiete sind die Ostabdachung des Mittleren Schwarzwaldes, die zentralen und östlichen Lagen des Nordschwarzwaldes (inkl. das Tal der Nagold) sowie die Lahr-Emmendinger Vorbergzone. Nicht überall ist die gesamte Formation vertreten. Bei Titisee-Neustadt sind lediglich der geröllführende Profilabschnitt des Geröllsandsteins und der Kristallsandstein vorhanden. Sie liegen hier direkt auf den mürben, geröllreichen Sandsteinen der Eck-Formation (suE) des Unteren Buntsandsteins (su). Nördlich von Schiltach schalten sich erstmals die geröllfreien Sandsteine des Badischen Bausandsteins über der Eck-Formation ein und ab Alpirsbach gibt es ausreichend mächtige, geröllfreie Profilabschnitte. In nördlicher Richtung nehmen die Mächtigkeiten des Vogesensandsteins rasch zu. Das Einfallen des Buntsandsteins ist im Bereich der Ostabdachung des Mittleren Schwarzwaldes generell nach Osten. Im Nordschwarzwald fällt der Buntsandstein nach Nordosten bis Norden ein. Topographisch befinden sich die Sandsteine typischerweise in den oberen Hangbereichen der tief eingeschnittenen Täler des Schwarzwaldes (z. B. die Täler von Kinzig, Murg oder Große Enz) sowie auf Plateaulagen. Im Hinblick auf die Talabflachungen im Nordschwarzwald macht der Buntsandstein hier häufig das gesamte Talprofil aus. Weiter nach Norden, im Übergang zur Gäulandschaft, wird der Buntsandstein zunehmend vom Muschelkalk und Unterkeuper überlagert. In vielen Gebieten, in denen größere Mengen an Naturwerksteinen entnommen wurden, etablierten sich Lokalnamen wie Nordschwarzwälder, Loßburger, Freudenstädter, Lahrer oder Emmendinger Buntsandstein.

Gestein

Blick auf eine hohe, rötlich braune Steinbruchwand. Die untere Hälfte der Gesteinswand ist glatt, in der oberen Hälfte türmen sich bankige Blöcke, die eine schartige Oberfläche bilden. Am oberen Ende der Wand wachsen Bäume.
Steinbruch nordöstlich von Heimbach, Teningen

Im erdgeschichtlichen Zeitraum des Mittleren Buntsandsteins (sm) befand sich Baden-Württemberg am Südrand des Germanischen Beckens. Dieser Sedimentationsraum war gekennzeichnet durch verwilderte Flusssysteme (engl. „braided river“) mit gelegentlichen Schüttungen von grobkörnigen bis geröllreichen Lagen. Der Übergang vom Unteren Buntsandstein (su) in den Mittleren Buntsandstein zeichnet sich allgemein durch eine zunehmende Verfestigung, eine höhere strukturelle Reife, insbesondere des Rundungsgrades, und ein abnehmendes Geröllspektrum aus. Die in drei Subformationen untergliederte Vogesensandstein-Formation (sV) wird im Folgenden vom Liegenden zum Hangenden beschrieben.

(1) Der Badische Bausandstein besteht aus hell- bis braunroten, selten gebleichten Mittelsandsteinen mit vereinzelt auftretenden fein- und grobkörnigen Lagen. Einzelne Gerölle oder geringmächtige Gerölllagen werden gelegentlich beobachtet. Der untere Profilabschnitt zeichnet sich durch eine karbonatische Bindung aus, weshalb durch oberflächennahe Lösungserscheinungen die Sandsteine mürbe ausgebildet sein können. Weitere Rückstände aus Lösungserscheinungen sind sog. Wadflecken aus Fe-Oxiden/-Hydroxiden und Mn-Oxiden oder löchrige Sandsteine (sog. Kugelsandsteine). Der obere Profilabschnitt ist meist kieselig gebunden mit einer guten Kornverzahnung. Hydrothermale Gänge, wie sie beispielsweise im Raum Freudenstadt auftreten, führten zu einem zusätzlichen Eintrag von Kieselsäure und einer extremen Verfestigung der Sandsteine. Der Sandsteinkörper beinhaltet häufig mm–cm große Tonsteingerölle, -schmitzen oder -gallen. Die einzelnen Sandsteinbänke des Bausandsteins zeigen häufig Kreuz- oder Schrägschichtungen und sind durch Schlufftonsteinlagen voneinander getrennt. Die werksteinhöffigen Bänke können in der gesamten Schichtfolge, insbesondere aber in den festen oberen Profilabschnitten auftreten.

Mineralogie und Geochemie

Mikroskopaufnahme eines hellroten Sandsteins mit einer Mittelsand-Grobsand-Wechsellagerung und einer Tonschmitze.
Mikroskopaufnahme des Bausandsteins aus dem Steinbruch Loßburg (Beilstein, RG 7616-375).

(1) Der Badische Bausandstein (sVs) besteht aus angerundeten bis gerundeten, 0,2–1 mm großen Quarz- und Feldspatkörnern, wenigen 0,1–0,2 mm großen Hellglimmerschüppchen, Tonmineralen (z. B. Illit), Calcit sowie Hämatit und Goethit in den Zwickeln. Es handelt sich um einen feldspatführenden Quarzsandstein mit einem Hauptgemenge von ca. 80 % Quarz, 10–15 % Feldspäten und 5–10 % anderen Bestandteilen (Tonminerale, Calcit, Hellglimmer, Hämatit, Goethit, Manganoxide, Kohle). Die Quarzaggregate sind frisch, während die Feldspäte fast vollständig kaolinitisiert sind. Das Gestein besitzt z. T. eine sehr feine 0,3–1 cm mächtige Wechsellagerung von Grob- zu Mittelsandstein sowie dünne feinkiesführende Lagen. Einlagerung von Hämatitkristallen im Porenraum ist für die rötliche Färbung des Gesteins verantwortlich. Das Trennflächengefüge wird durch Erosionsflächen und auf diesen lagernden Tongallen/-schmitzen, Hellglimmerschüppchen sowie weiteren Tonmineralen hervorgerufen. Die Bindung der Mineralkörner beruht auf kieseligen Kornanwachssäumen, aber auch auf Karbonatablagerungen zwischen den einzelnen Mineralkörnern. Der Sandstein besitzt eine offene und regellose Porosität. Hellglimmer tritt nur sehr selten und bevorzugt auf Schichtgrenzen auf.

(2) Der Geröllsandstein (sVg) zeichnet sich durch mehrere ausgeprägte Kornverkleinerungssequenzen von geröllführenden, grob- bis mittelsandigen Basislagen hin zu geröllfreien, mittel- bis feinsandigen Toplagen aus. Die in den Gerölllagen bis zu faustgroßen Gerölle zeigen eine Entwicklung des Geröllspektrums: Das polymikte Geröllspektrum (Milchquarze, braune, graue, schwarze und rote Quarzite, selten Gneise und Kieselschiefer) des Unteren (sVgu) und Mittleren Geröllhorizonts (sVgm) entwickelt sich im Oberen Geröllhorizont (sVgo) zu einem monomikten Geröllspektrum (Milchquarz, weiße bis weißgraue Quarzite). Die geröllarmen bis -freien Sandsteinlagen unterscheiden sich kaum vom Badischen Bausandstein.

Chemische Zusammensetzung des Unteren Geröllsandsteins (sVgu) aus den Steinbrüchen im Gebiet Lahr–Kenzingen–Bleichheim (TK 25 Blätter 7613 Lahr-Ost und 7713 Schuttertal), Emmendinger Vorberge. Röntgenfluoreszenz-Analysen des LGRB. Angaben in M.‑%; GV = Glühverlust (überwiegend CO2 und H2O).

Steinbruch

SiO2

Al2O3

Fe2O3

MnO

MgO

CaO

Na2O

K2O

P2O5

GV

Stbr. Lahr-Kuh­bach
(RG
 7613-3)

93,4

3,2

0,3

0,01

0,1

0,06

0,09

2,2

0,05

0,47

Stbr. Lahr-Kuh­bach
(Altvater, RG
 7613-306)

92,8

3,5

0,5

0,01

0,1

0,20

0,09

2,1

0,05

0,55

Stbr. Herbolz­heim-Bleichheim (Fohreneck, RG 7712-313)

91,5

4,5

0,5

0,006

0,1

0,05

<0,01

1,4

0,07

1,80

Stbr. Kenzingen (Bleichbachtal, RG 7713-3)

92,9

3,7

0,5

0,009

0,1

0,03

0,05

2,0

0,05

0,65

Stbr. Freiamt (Untere Rost­mühle, RG 7713-312)

92,4

4,6

0,4

0,007

0,1

0,04

0,05

2,1

0,04

0,10

Stbr. Ettenheim-Münchweier (RG 7713-2)

92,2

3,8

0,4

0,004

0,1

0,02

0,03

1,3

0,06

1,93

Mittelwerte

92,5

3,9

0,4

0,007

0,1

0,06

0,05

1,85

0,05

0,92

(3) Der Kristallsandstein (sVK) besteht überwiegend aus Quarz- und Feldspatkörnern. Seine Eigenschaften kommen zwar dem des Bau- und Geröllsandsteins nahe, dennoch gibt es einige Unterschiede. Der Gehalt an silberweißem, schuppigem Muskovit ist höher als im unterlagernden Geröllsandstein, aber wesentlich geringer als im überlagernden Plattensandstein. Wadartige Manganverbindungen, gelbe Rostflecken aus der Zersetzung von Dolomit, feinschuppiger Eisenglanz sowie reichlich grüne Tongallen/-einschlüsse zeichnen den Kristallsandstein aus. Das Gestein ist überwiegend kieselig gebunden, stellenweise tritt Chalcedon oder Karneol zwischen den Mineralkörnern auf. Selten wurden auch karbonatische Mineralbindungen beobachtet. Die glänzende, funkelnde Erscheinung des Sandsteins wird durch die Quarzkörner begünstigt, die ausgeprägte Kristallflächen sowie scharfe Ecken und Kanten aufweisen. Die Mineralkörner wurden teilweise angelöst und zu einem späteren Zeitpunkt neu umwachsen.

Schichtenfolge des Buntsandstein im Blattgebiet L 7119 Rastatt, dargestellt als mehrfarbiges Säulenprofil.
Schichtenfolge des Buntsandstein im Blattgebiet L 7119 Rastatt einschließlich der Verteilung der stillgelegten Gewinnungsstellen über das Profil.

Genutzte Mächtigkeit: Als Naturwerkstein eignen sich vorrangig die kieselig-gebundenen Abschnitte des Badischen Bausandsteins (sVs) und die geröllarmen bis -freien Lagen des Unteren (sVgu) und Mittleren Geröllhorizonts (sVgm). Voraussetzungen sind mittel- bis dickbankige Werksteinbänke mit entsprechend weiten Kluftabständen. Nördlich von Alpirsbach im Mittleren Schwarzwald beginnen die geröllfreien, nutzbaren Abschnitte des Vogesensandsteins (sV). Im Raum Alpirsbach-Freudenstadt-Loßburg liegen die nachgewiesenen nutzbaren Mächtigkeiten bei 2–8 m; früher wurden durch die Nutzung geröllreicher Lagen noch höhere Mächtigkeiten erreicht. Im Nordschwarzwald sind nutzbare Mächtigkeiten von 4–30 m nachgewiesen. Einzelne Vorkommen umfassen sowohl den Plattensandstein (soPL) als auch Vogesensandstein (sV). Die stillgelegten Steinbrüche zeigen anhand ihrer stratigraphischen Position, dass hier der gesamte Profilabschnitt des Vogesensandsteins genutzt wurde. Die in der Lahr-Emmendinger Vorbergzone untersuchten Altabbaue zeigen, dass hier lediglich ca. 25 m aus der gesamten Abfolge des Vogesensandsteins von ca. 105 m genutzt wurden. Die nutzbaren Mächtigkeiten der ausgewiesenen Vorkommen liegen zwischen 1–18 m.

Die nachgewiesenen nutzbaren Mächtigkeiten sind wesentlich geringer als die geologischen Mächtigkeiten. Dies liegt vor allem daran, dass Naturwerksteinbrüche einen relativ hohen Anteil an nicht nutzbaren Zwischenlagen aufweisen. Die Anzahl und Mächtigkeit einzelner Werksteinbänke kann innerhalb eines Steinbruchs stark schwanken. Im Liegenden oder Hangenden eines Steinbruchs kann vielerorts mit weiteren werksteinhöffigen Abschnitten gerechnet werden.

Gewinnung und Verwendung

Blick auf eine Abbauwand in einem Steinbruch im Wald. Das anstehende Gestein ist dunkelrot und an manchen Stellen grünlich verfärbt. Vor der Wand auf dem Boden liegen einige kleinere Blöcke. Oben rechts steht ein Bagger.
Abräumen im Steinbruch am Langauweg, westlich von Tennenbach

Gewinnung: Die festen, geröllarmen bis -freien Profilabschnitte des Badischen Bausandsteins (sVS) und des Geröllsandsteins (sV), vor allem des Unteren (sVgu) und Mittleren Geröllhorizonts (sVgm), verfügen über das größte Rohstoffpotenzial innerhalb der Vogesensandstein-Formation (sV). Für eine tatsächliche Werksteingewinnung ist jedoch eine entsprechend hohe Rohblockgröße Voraussetzung. Dementsprechend wurden in der Lahr-Emmendinger Vorbergzone viele Steinbrüche bevorzugt vom oberen Profilabschnitt des Badischen Bausandsteins (sVs) bis einschließlich dem Mittleren Geröllhorizont (sVgm) angelegt. Der rasche Wechsel von geröllführenden zu geröllarmen Lagen des Oberen Geröllhorizonts (sVgo) und die hohen Festigkeitswerte des Kristallsandsteins (sVK) besitzen nach heutigen Anforderungen ein geringeres Rohstoffpotenzial. Nichtsdestotrotz wurden früher auch diese Profilabschnitte für den lokalen Verbrauch verwendet. So z. B. im Raum Gaggenau-Ettlingen-Remchingen (Freudenstadt), wo früher Werksteine aus dem gesamten Profil der Vogesensandstein-Formation (sV) gewonnen wurden. Der Buntsandstein wurde über Jahrhunderte aus oberflächennahen Abbauen oder sogar Blockschutthalden für den lokalen Verbrauch für einfache Einsatzbereiche (z. B. Bauernhäuser, Steinmauern) gewonnen. Mit den gestiegenen Ansprüchen an die Gebäude erfolgte der Abbau zunehmend in den rohstoffgeologisch hochwertigeren Profilabschnitten. Die Rohblöcke wurden händisch durch Bohren, Sprengen oder Spalten und Behauen mit viel Personalaufwand gewonnen. Heutzutage wird die Werksteingewinnung mit Seilsägen, Reißen mittels Bagger, durch hydraulisches oder händisches Spalten mit Holzblöcken und mit entsprechend wenigen Arbeitern vorgenommen. Die Weiterverarbeitung der Werksteine erfolgt mittels Kreissägen, Diamantseilsägen und EDV-gestützten Brückensägen.

Verwendung: Die Sandsteine der Vogesensandstein-Formation (sV) wurden über viele Jahrhunderte über die gesamte stratigraphische Abfolge abgebaut. Insbesondere die geröllfreien Sandsteinbänke des Badischen Bausandsteins (sVs) und des Geröllsandsteins (sVg) wurden lokal vor allem für den Bau von Privatgebäuden, von der Stadtvilla bis zum Bauernhaus, als Sockel-, Mauer-, Verblend-, Leit- und Marksteine verwendet. Die Abfälle aus der Werksteinverarbeitung wurden als Packlage oder Vorlagesteine verwertet. Darüber hinaus wurden Werksteine für repräsentative Bauten wie Klöster, Kirchen, Schlösser und Burgen gewonnen und als Platten, Mauer- und Quadersteine sowie für filigrane Bildhauerarbeiten (z. B. Ornamente, Schmuckelemente, Figuren, Grabsteine) eingesetzt. Die Sandsteine wurden auch für Infrastrukturmaßnahmen wie Kanäle, Brücken, Brunnen und Stauwerke eingesetzt. Sammlungen historischer Hüttenrechnungen, die im Freiburger Münsterbauverein aufbewahrt werden, legen dar, dass z. B. die vielen Steinbrüche in der Lahr-Emmendinger Vorbergzone überwiegend zwischen dem 12. Jh. bis in die erste Hälfte des 20 Jh. in Betrieb waren. Die Werksteine wurden z. B. für den Bau des Basler und Freiburger Münsters, der Burg Liebeneck bei Tiefenbronn oder des Zisterzienserklosters bei Tennenbach verwendet. Die vor allem im Oberen Geröllsandstein (sVgo) oder im Kristallsandstein (sVK) auftretenden festen, kieselig gebundenen Sandsteine wurden für den einfachen Wegebau (Unterbaumaterial, Pflaster- und Schottersteine) sowie als Mühlsteine benutzt. In der Nähe von Freudenstadt wurden feste, durch hydrothermale Lösungen verkieselte, großdimensionierte (ca. 6–8 m3) Rohblöcke aus den Bänken des Bau- (sVs) und des Geröllsandsteins (sVg) sogar für Brückenpfeiler (Viadukt bei Freudenstadt) und Tunnelverkleidungen im Eisenbahnbau eingesetzt. Die schwierige Verarbeitbarkeit der festen, verkieselten Sandsteine erschwert eine Verwendung als Werksteine. Dies betrifft vor allem den Kristallsandstein (sVK), der derzeit nicht abgebaut wird. Zurzeit werden nur Sandsteine der Bausandstein- (sVs) und Geröllsandstein- (sVg) Subformationen als Werksteine gewonnen. Die Sandsteine können als Körnungen für den Wegebau, für den Garten- und Landschaftsbau (z. B. als Brunnen, Tröge, Stufen, Bodenbeläge, Tische, Bänke, Hocker), Fassadenplatten, Sockelsteine, Fußböden, Treppen, Fenster- und Türeinfassungen oder als Mauer- und Pfeilersteine verwendet werden. Sandsteine ohne Tonschmitzen/-gallen oder Gerölle kommen für filigrane Bildhauerarbeiten (Grabmale, Figuren, Schmuckelemente und Brunnen) in Betracht. Sie werden z. B. als Renovierungsmaterial für das Basler und Freiburger Münster verwendet.

  • Blick von einem Kirchturm hinab auf das Dach sowie zwei kleinere Türme mit spitzen, offenen Dächern und Spitzbogenfenstern. Die Türme bestehen aus rötlich grauem Gestein. Im Hintergrund ist ein bewaldeter Berg.
  • Das Foto zeigt den Gebäuderest einer Kirche oder eines Klosters. Der schmale weiße Bau wird von rötlichen Strebepfeilern gestützt. Der Eingangsbereich ist ebenfalls mit rötlichen Steinen umsäumt.
  • Nahaufnahme von rötlich grauem Mauerwerk mit schmalen hellen Fugen. Die Mauersteine sind rechteckig und weisen dünne Furchen auf.
  • Aufwärts gerichteter Blick auf eine Säule sowie Kapitelle aus rötlich grauem Gestein an einer Kirchenfassade.
  • Blick auf eine Verzierung aus rötlich grauem Stein; angebracht an der Außenwand eines Gebäudes.
  • Blick auf eine Burgruine mit erhöht stehendem Haupthaus links und kleinerem Nebengebäude sowie einem Vorplatz rechts. Die Mauern der Burg sind aus rötlich grauem Gestein.
  • Das Foto zeigt das Eingangsportal einer Kirche mit hölzernen Türen und umlaufenden Verzierungen aus rötlich grauem Stein.

Literatur

  • Anders, B. & Kimmig, B. (2011). Erläuterungen zu den Blättern L 7312 Rheinau und L 7314 Baden-Baden, mit Westteil des Blattes L 7316 Bad Wildbad. – Kt. mineral. Rohstoffe Baden-Württ. 1:50 000 (mit Beiträgen von Werner, W. & Kilger, B.-M.), 243 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [36 Abb., 9 Tab., Anh., 3 Kt.]
  • Bräuhäuser, M. (1978). Erläuterungen zu Blatt 7716 Schramberg. – Geol. Kt. Baden-Württ. 1 : 25 000, 156 S., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg). [unveränderter Nachdruck der 2. Aufl. von 1933, 1. Aufl. 1909]
  • Bräuhäuser, M. & Sauer, A. (1913). Erläuterungen zu Blatt Alpirsbach (Nr. 117). – Erl. Geol. Spezialkt. Kgr. Württ., 134 S., Stuttgart (Geologische Abteilung im württembergischen Statistischen Landesamt). [Nachdruck 1971: Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., Bl. 7616 Alpirsbach; Stuttgart]
  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. völlig neu bearb. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • LGRB (2004a). Blatt L 7118 Pforzheim, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 225 S., 33 Abb., 4 Tab., 1 Kt., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg). [Bearbeiter: Knaak, M., m. Beitr. v. Werner, W., Kilger, B.-M. & Waldmann, F.]
  • LGRB (2006a). Blatt L 7516/L 7518 Freudenstadt/Rottenburg am Neckar, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 260 S., 33 Abb., 6 Tab., 2 Kt., 2 CD-ROM, Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [Bearbeiter: Kesten, D. & Werner, W., m. Beitr. v. Kilger, B.-M. & Selg, M.]
  • LGRB (2010a). Blatt L 7114/L 7116 Rastatt/Karlsruhe-Süd, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 237 S., 30 Abb., 9 Tab., 3 Kt., 2 CD-ROM, Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [Bearbeiter: Kimmig, B. & Kesten, D., m. Beitr. v. Werner, W. & Kilger, B.-M.]
  • LGRB (2010b). Blatt L 7910/L 7912 Breisach am Rhein/Freiburg i. Br.-Nord, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 258 S., 35 Abb., 10 Tab., 2 Kt., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [Bearbeiter: Wittenbrink, J. & Werner, W., m. Beitr. v. Selg, M.]
  • LGRB (2011b). Blatt L 7512/L 7514 Offenburg/Oberkirch und Blatt L 7712 Lahr im Schwarzwald, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 362 S., 55 Abb., 15 Tab., 3 Kt., 1 CD-ROM, Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [Bearbeiter: Poser, C. & Kleinschnitz, M., m. Beitr. v. Bauer, M. & Werner, W.]
  • LGRB (2017). Blatt L 8110/L 8112 Müllheim/Freiburg i. Br.-Süd (Westteil) und L 8310/L 8312 Lörrach/Schopfheim (Westteil), mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 432 S., 196 Abb., 18 Tab., 4 Kt., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). [Bearbeiter: Kimmig, B., Elsäßer, L., Werner, W., Schmitz, M.]
  • Werner, W., Wittenbrink, J., Bock, H. & Kimmig, B. (2013). Naturwerksteine aus Baden-Württemberg – Vorkommen, Beschaffenheit und Nutzung. 765 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau).
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