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Höhlen im Buntsandstein

Blick auf eine von Farnen und Sträuchern eingefasste Felswand, an deren Fuß sich eine dunkle, niedrige Höhle öffnet.
Das Meutersloch bei Heidelberg-Ziegelhausen

Auch im Buntsandstein des Odenwalds und Schwarzwalds haben sich einzelne Höhlen gebildet. Sie entstanden meist als Verwitterungsbildungen im Grenzbereich unterschiedlich harter Gesteinsschichten und stehen als Naturdenkmale oder als offene Felsbildungen unter Schutz.

Das Meutersloch liegt im Odenwald, am nördlichen Talhang des Neckars, westlich oberhalb der ehemaligen Schokoladenfabrik in Heidelberg-Ziegelhausen und stellt eine natürliche Höhle im Unteren Buntsandstein (Miltenberg-Formation) dar. Die Höhle weist eine Länge von ca. 10 m, eine Breite von ca. 4 m und eine Höhe von ca. 1,5 m auf. Am Höhleneingang und an den Wänden sind unterschiedliche Schichtungsstrukturen erkennbar. Als Besonderheit fallen an der Höhlendecke Netzleisten auf. Dabei handelt es sich um Trockenrisse einer zur Buntsandsteinzeit trocken gefallenen Landoberfläche, die von feinerem Material überschüttet, ausgefüllt und verfestigt wurden.

Zwischen aufeinandergestapelten hellgrauen Felsblöcken öffnet sich hier eine Höhle. Der Schattenriss des Höhleneingangs ähnelt einem nach links schauenden Tier mit hochgerecktem Kopf und Hals.
Bruderhöhle nördlich von Hirsau

Die Bruderhöhle erreicht man nördlich des Klosters Hirsau bei Calw, am Osthang des Nagoldtals. Sie stellt eine Verwitterungsbildung des anstehenden Buntsandsteins (Vogesensandstein-Formation) dar. Die unterschiedliche Härte der Sandsteine hat zu einer Wabenverwitterung geführt. An den Wänden der rund 12 m langen Höhle sind zahlreiche Sedimentstrukturen aufgeschlossen.

Die wenig bekannte Bärenhöhle befindet sich in der steilen Karwand des Kleinen Bärlochs etwa 600 m südlich von Enzklösterle-Rohnbach in einem Bannwaldgebiet (Rathgeber, 2004). Die 7 m lange Höhle ist im Badischen Bausandstein (Unterer Buntsandstein) entstanden. Der nach Osten geöffnete Eingang ist 2 m hoch und 1,6 m breit. Im hinteren, weniger als 1 m hohen Höhlenteil quert eine Spalte den Höhlengang. Die nördliche Höhlenwand verläuft entlang einer weiteren Spalte im Sandstein, während die Südwand durch ihre ausgeprägten napfartigen Verwitterungsformen auffällt.

Blick auf eine Höhlenwand. Links befindet sich ein bogenförmiger, weißlicher Stützpfeiler, rechts oben eine rundliche, braunschwarze Vertiefung in der Wand, die an ein Auge erinnert.
Moosmannshöhle bei Lauterbach

Die Moosmannshöhle liegt im Ostteil des Mittleren Schwarzwalds in der Nähe von Schramberg. Sie ist Teil einer kleinen Felsgruppe am südöstlichen Spornbereich eines Rückens nordöstlich von Lauterbach. Die Felsen bestehen aus konglomeratischen Sandsteinen der Eck-Formation im Unteren Buntsandstein. Unter einer härteren Sandsteinbank entstand hier durch Absanden aus weicheren Schichten eine 1,5 m hohe, ca. 2 m breite und über 4 m tiefe Höhle. Diese unterschiedlichen Verwitterungsformen sind typisch für den unteren Teil des „Eck´schen Geröllhorizonts“ und dort immer wieder zu beobachten.

Weiterführende Links zum Thema

Literatur

  • Rathgeber, T. (2004). Die Bärenhöhle bei Rohnbach (Kat.-Nr. 7316/1, Gemeinde Enzklösterle, Landkreis Calw), eine wenig bekannte Sandsteinhöhle im Nordschwarzwald. – Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, 44, S. 37–42.
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