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Böden im Lössverbreitungsgebiet

Ist der würmzeitliche Löss nicht vollständig von holozäner Bodenbildung überprägt, kommen Pararendzinen, erodierte sowie pseudovergleyte Parabraunerden vor. Das durch die Bodenerosion von den Lössflächen abgeschwemmte, schluffreiche Bodenmaterial wurde in den Muldentälchen in Form mächtiger karbonatfreier Kolluvien wieder abgelagert.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Hinter einem weiten, gelbgrünen Rapsfeld erhebt sich eine Grünlandschaft, durchsetzt mit Äckern, Bäumen und Gehöften. Ein flacher, bewaldeter Höhenzug rechts und weitere flache Höhen im Hintergrund sind ebenfalls erkennbar.
Blick von der Anhöhe Röte bei Langenbeutingen nach Südosten in Richtung Bretzfeld. Im Hintergrund ist der in der Bildmitte als Zeugenberg der Keuperstufe vorgelagerte Lindelberg zu erkennen.

Meist kleinflächig gibt es im Lössverbreitungsgebiet auch Bereiche, in denen im Laufe der jahrhundertelangen Bodenerosion die Parabraunerden komplett abgetragen wurden und der kalkhaltige Löss bis an die Oberfläche reicht. Es handelt sich meist um rundliche gewölbte Scheitelbereiche, in denen Pararendzinen aus schluffig-lehmigen Substraten vorherrschen (J322). Verglichen zum benachbarten hügeligen Kraichgau sind diese Böden in der reliefarmen Kocher-Jagst- und Hohenloher-Haller-Ebene jedoch selten. Auch von Staunässe geprägte Böden sind im Lössverbreitungsgebiet nur untergeordnet vorhanden. In flachen und bewaldeten Muldenanfängen können vereinzelt Pseudogley-Parabraunerden und Parabraunerde-Pseudogleye vorkommen (J89).