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Bodeneigenschaften

Tief entwickelte schwach rigolte Pseudogley-Parabraunerde aus Lösslehm

Im Verbreitungsgebiet der Lösslehmdeckschichten fallen auf ausgedehnten Verebnungen, aber auch im Bereich kleinerer, ebener Scheitelbereiche sowie örtlich an flachen Hängen, mäßig bis stark staunasse Böden der Entwicklungsreihe Pseudogley-Parabraunerde, Parabraunerde-Pseudogley und Pseudogley auf (n14, z. T. n114, n116). Entscheidend für die Ausbildung solcher Böden ist wiederum der häufig geschichtete Aufbau des Deckschichtenpakets mit seinem dichteren und meist lehmigeren Liegendabschnitt. Höhere Lagerungsdichte in Verbindung mit teilweise höheren Tongehalten (Bodenart: Tu3) bedingen einen relativ geringen Grobporenanteil, der sowohl für die Durchlüftung des Bodens als auch für die Wasserdurchlässigkeit von Bedeutung ist. Bei starkem Wasserüberschuss kann dies zu einem Aufstau des Bodenwassers bis in den Oberboden und im Extremfall sogar bis an die Geländeoberfläche führen. Der mit der Wassersättigung verbundene Luftmangel im Boden und die damit einhergehenden Redoxprozesse führen zur Verlagerung und Umlagerung u. a. von Eisenverbindungen entlang häufig kleinräumiger Gradienten, was das bekannte Profilbild von Pseudogleyen mit grau-orange marmoriertem Unterboden und hellgrau gebleichtem Oberboden erzeugt.