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Böden der Donau- und Illeraue

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Blick in eine ebene Landschaft. Im Vordergrund befinden sich begrünte Felder, im Hintergrund ist eine Siedlung mit einer großen Kirche zu sehen.
Die Landschaft südlich von Ulm ist weitflächig und eben. Die Donau ist im Bereich des Illerschwemmfächers an den nördlichen Talrand gedrängt worden.

Während die kalkreichen Braunen Auenböden nur stellenweise Gleymerkmale im nahen Untergrund aufweisen, treten diese in überwiegend flach in die Auenflächen eingelassenen Rinnen bis in den Oberboden auf (s62, Brauner Auenboden-Auengley). Allerdings stehen sie nur noch selten in Kontakt zum aktuellen Grundwasser, welches aufgrund der seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgten wasserbaulichen Eingriffe über große Strecken abgesenkt wurde. Im Unterlauf der Iller, kurz vor der Einmündung in die Donau, wird Kartiereinheit s57 von Kartiereinheit s307 abgelöst. Es handelt sich dabei ebenfalls um kalkhaltige bis kalkreiche Braune Auenböden, die allerdings auf insgesamt mächtigeren sowie zudem deutlich feinsandigen Auensedimenten ausgebildet sind und den gesamten Talboden einnehmen. Örtlich weisen die jungen Hochwasserablagerungen der Iller einen nur geringen oder sogar weitgehend fehlenden Bodensedimentgehalt auf und bestehen fast vollständig aus angelandetem, unverwittertem Gesteinsmaterial. Ein gut ausgebildeter Ah-Horizont mit Krümelgefüge sitzt, im Unterschied zu den Braunen Auenböden mit ihren M-Horizonten, nun einem lC-Horizont auf. Insgesamt wurden zwei Kartiereinheiten mit Auenpararendzinen ausgewiesen. Im Süden, im Bereich der Aitracheinmündung, ist Kartiereinheit s56 verbreitet. Es handelt sich dabei um eine Variante mit geringmächtigen, sandreichen Hochwasserablagerungen über kiesigen Flussbettsedimenten. Weiter im Norden, bei Illerrieden, überlagern die Hochwassersedimente der Auenpararendzinen (Kartiereinheit s351) etwas mächtiger Sand und Kies. Sie weisen zudem deutlich höhere Schluffanteile sowie noch einen geringen Bodensedimentgehalt auf.