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Phonolith

Übersicht, Geologie

Geologische Karte des westlichen Kaiserstuhls, in Schwarzweiß, mit eingezeichneten Erkundungsgebieten und Steinbrüchen.
Geologische Karte des Gebiets zwischen Oberrotweil und Achkarren im westlichen Kaiserstuhl

Die Phonolithe des Kaiserstuhls gehören zu den ältesten Intrusionen des miozänzeitlichen, im Zeitraum 19–16 Mio. Jahren entstandenen Vulkanmassivs. Stöcke und Gänge sind im westlichen Kaiserstuhl in Tephritdecken eingedrungen. Der Gesteinsabbau im östlichen Kaiserstuhl geht im Phonolithstock des Bötzinger Fohbergs (RG 7912‑1) um, der in Ton- und Mergelsteinschichten der oligozänen Pechelbronner Schichten intrudiert ist. Weiter nördlich, im Gewann Endhalen, befindet sich ein weiteres Phonolithvorkommen, bei dem es sich wahrscheinlich um den Rest einer Ergussdecke auf Pechelbronner Schichten handelt.

Gestein: Der am Fohberg bis in eine Tiefe von 60 m aufgeschlossene Phonolith ist ein dichtes, dunkelgraues bis braungraues Gestein mit fein- bis mittelkörniger porphyrischer Struktur. Es besteht in der Grundmasse vor allem aus Alkalifeldspat, Foiden (Sodalith, Hauyn, Nephelin) und Wollastonit; kleine Kristalle von Orthoklas bilden sperrige Leisten, Wollastonit und Augit liegen in der Grundmasse vor. Ausgehend von feinen Abkühlungsrissen kam es besonders im östlichen ­Kaiserstuhl zur intensiven Zeolithisierung der Vulkanite. Der Zeolithanteil (vor allem Natrolith) liegt im Mittel um 40 %. Daneben kam es auch zur Bildung von Kalzit, Epidot und Analcim. Das unregelmäßig brechende Gestein liefert Handquader und Blöcke bis mehrere Kubikmeter Größe.

  • Blick auf die Ecke eines Gebäudes mit heller Fassade und abgesetztem Sockel. Das dunkelgraue Mauerwerk des Sockels ist von rötlichen Steinen eingefasst.
  • Nahaufnahme eines länglichen, oben abgeschrägten Gesteinsbrockens, violett bis bräunlich grau mit dunkelvioletten und weißen Sprenkeln.
  • Das Bild zeigt einen Steinbruch mit mehreren Abbausohlen, in welchem graues Gestein ansteht. In der Bildmitte, auf der untersten Sohle, befinden sich zwei Fahrzeuge zur Gewinnung und Steinverladung.
  • Das Dünnschliffbild zeigt gelblich-weiße bis braune längliche Kristalle, die sich in einer teils rostbraunen, teils graugrünen Grundmasse befinden.
  • Geologische Karte des westlichen Kaiserstuhls, in Schwarzweiß, mit eingezeichneten Erkundungsgebieten und Steinbrüchen.
  • Zu sehen ist hier eine in schwarzweiß gehaltene Übersichtskarte des Oberrheingrabens zwischen Schwarzwald und Vogesen. Etwa in der Bildmitte liegt der Kaiserstuhl, ein erloschener Vulkan.
  • Zu sehen ist hier eine farbige Schnittzeichnung mit der Geologie des Oberrheingrabens zwischen Schwarzwald und Vogesen. In der Bildmitte der Kaiserstuhl mit starken Verwerfungen.

Weiterführende Links zum Thema

Literatur

  • Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (2006b). Rohstoffbericht Baden-Württemberg 2006 – Gewinnung, Verbrauch und Sicherung von mineralischen Rohstoffen. – LGRB-Informationen, 18, S. 1–202, 1 Kt.
  • Wimmenauer, W. (2003). Erläuterungen zum Blatt Kaiserstuhl. – 5. völlig neu bearbeitete Aufl., Erl. Geol. Kt. Baden-Württ. 1 : 25 000, IX + 280 S., 8 Taf., 4 Beil., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg). [26 Abb., 14 Tab.]
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