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Roter Mainsandstein

Nahaufnahme zweier rötlicher Gesteinsplatten. Die obere ist einheitlich gefärbt, die untere weist feine helle und dunklere waagrechte Streifen auf. Links unten liegt eine Cent-Münze.
Gesteinsplatten von Rotem Mainsandstein aus dem Oberen Buntsandstein

Die Hellglimmer sind oft lagenweise auf den Schichtflächen angereichert, was ein plattiges Aufspalten bedingt („Plattensandstein“). Schrägschichtung ist häufig; teilweise sind die Schrägschichtungsblätter durch dünne Tonlagen getrennt, sodass das Gestein ebenfalls plattig aufspaltet. Stellen- bis lagenweise sind Tonsteingerölle angereichert, jedoch nicht so frequent wie im Roten Mainsandstein der Miltenberg-Formation. Im Gegensatz zu den teilweise hellrot und gelbweiß gestreiften Roten Mainsandsteinen aus dem Pseudomorphosensandstein sind die Plattensandsteine i. d. R. von einheitlicher roter Farbe. Farbton und Intensität wechseln allerdings von Abbaustelle zu Abbaustelle und verleihen den Varietäten ihre Eigenart:

  • Ebenheid: hellgrau (grüne Tongallen) und rosagrau bis blassrot (blassrot mit bis zu 2 cm großen weißlichen Reduktionsflecken gleicher Härte; rote Tongallen)
  • Dietenhan: blass dunkelrot
  • Wüstenzell (Bayern): rot
  • Remlingen (Bayern): rot bis blassrot
  • Röttbach (Bayern): blassrot, graurot
  • Grafische Darstellung der Abfolge von Schichten und Gesteinen im Buntsandstein-Odenwald während des Trias-Zeitalters anhand eines Säulenprofils. Rechts sind Steinbrüche zugeordnet. Links unten befindet sich eine erklärende Legende.
  • Das Bild zeigt Arbeiten in einem Steinbruch. Die rötlich grauen, voneinander abgesetzten Wände weisen rechts schräg verlaufende Furchen auf.
  • Nahaufnahme zweier rötlicher Gesteinsplatten. Die obere ist einheitlich gefärbt, die untere weist feine helle und dunklere waagrechte Streifen auf. Links unten liegt eine Cent-Münze.

Literatur

  • Bindig, M. & Backhaus, E. (1995). Rekonstruktion des Paläoenvironments aus den fluviatilen Sedimentkörpern der Röt-Sandsteinfazies (Oberer Buntsandstein) Südwestdeutschlands. – Geologisches Jahrbuch Hessen, 123, S. 69–105. [31 Abb., 2 Tab.]
  • Bock, H., Freudenberger, W., Lepper, J., Schmitt, P. & Weber, J. (2005). Der Buntsandstein in Main-Tauberfranken (Exkursion B am 31. März 2005). – Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, N. F. 87, S. 65–96. [18 Abb., 2 Tab.]
  • Freudenberger, W. (1990). Erläuterungen zu Blatt 6223 Wertheim. – 3. Aufl., Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 147 S., 8 Taf., 7 Beil., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Hildebrand, E. (1924). Geologie und Morphologie der Umgebung von Wertheim am Main. – Diss. Univ. Freiburg i. Br., 79 S., 1 Kt., 13 Beil., Freiburg i. Br. [16 Abb., 7 Tab.]
  • Lukas, R. (1990b). Geologie und Naturwerksteine Baden-Württembergs. – Grimm, W.-D. (Hrsg.). Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland, S. 147–162, 2 Taf., München (Arbeitsheft Bayr. Landesamt Denkmalpflege, 50). [2 Abb.]
  • Müller, F. (1984ff). INSK – Internationale Naturstein-Kartei. 1ff S., Ulm (Ebner). [10 Bände, Loseblattsammlung]
  • Niehaus, F. (1990). Geologie und Naturwerksteine von Bayern. – Grimm, W.-D. (Hrsg.). Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland, S. 129–146, München (Arbeitsheft Bayr. Landesamt Denkmalpflege, 50).
  • Singewald, C. (1992). Naturwerkstein – Exploration und Gewinnung; Untersuchung, Bewertung, Verfahren, Kosten. – Steintechn. Institut Mayen (Hrsg.), 260 S., Köln (Verl.-Ges. Müller). [244 Abb., 42 Tab., zugl. Diss. Univ. Clausthal]
  • Söller, M. (1985). Der rote Mainsandstein. – Steinmetz und Bildhauer, 5/85, S. 36–40. [heute: „STEIN – Zeitschrift für Naturstein“, Callwey-Verlag, München]
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