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Böden im Verbreitungsgebiet von Molassesedimenten

Böden auf Molasseablagerungen treten in der Altmoränenlandschaft des Rheingletschergebiets fast ausnahmslos an Hängen von Tälern und kleineren Tälchen auf. Dabei stellen die Molassegesteine nur selten direkt das Ausgangssubstrat für die Böden. In aller Regel besteht der oberflächennahe Untergrund im Bereich der Molasseausstriche aus jüngerem Lockergesteinsmaterial, dessen Bildung auf verschiedene Umlagerungsvorgänge zurückgeführt werden kann.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Nahaufnahme eines rötlich braunen Bodenprofils. Das Material ist von zahlreichen Rissen durchzogen und weist teilweise scharfe Kanten auf.

Bodengefüge eines Pelosols aus umgelagertem Verwitterungsmaterial der Unteren Süßwassermolasse

Typisch für schwere, tonreiche (> 45 % Ton) Böden ist die Ausbildung eines scharfkantigen, glattflächigen Bodengefüges mit prismen- oder polyederförmigen Bodenaggregaten. Sie entstehen durch den Wechsel von Quellung im feuchten Winter und Frühjahr und Schrumpfung im trockenen Sommer und Frühherbst.

Literatur

  • Ad-hoc-AG Boden (2005). Bodenkundliche Kartieranleitung. 5. Aufl., 438 S., Hannover.