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Wasserbauhistorischer Wanderweg Krummbach bei Ochsenhausen

Blick auf einen schmalen, gewundenen Bachlauf. Das linke Ufer besteht aus einer begrünten Böschung und Wald. Rechts verläuft ein eingefasster Wanderweg, begrenzt von Bäumen. Am Bildrand rechts ist eine Wiese erkennbar.
Wasserbauhistorischer Wanderweg Krummbach bei Ochsenhausen

Die ehemalige Reichsabtei Ochsenhausen liegt auf einem breiten Sporn am Zusammenfluss von Bellamonter und Steinhauser Rottum in der Deckenschotterlandschaft der Iller-Riß-Platten. Auf der Suche nach einer zuverlässigen Wasserversorgung für das Kloster wurden die Mönche etwa 1500 m südwestlich der Klostermauern fündig. Die Quellen des Krummbachs mit einer Schüttung von ca. 150 l/s entspringen am Talhang der Bellamonter Rottum an der Schichtgrenze der Mindel-Deckenschotter zur tertiären Oberen Süßwassermolasse. Sie gehören zu den ergiebigsten Quellen weit und breit. Ein Kanal führt das Wasser mit geringem Gefälle hangparallel zum Kloster, wobei ein künstlicher Damm den natürlichen Abfluss in die Rottum verhindert. Eine hölzerne und tönerne Deichelleitung zweigte Quellwasser zu Trinkwasserzwecken ab. Das oberirdisch laufende Wasser wurde auf dem Klostergelände als Brauchwasser zur Energiegewinnung für die Sägemühle, das Brauhaus und die Klostermühle genutzt. Im 19. Jahrhundert wurden bis zu 13 Wasserräder betrieben. Teiche für Fischhaltung, Wiesenbewässerung und Abortspülung waren weitere wichtige Verwendungen des Krummbachwassers.

Blick auf eine weitläufige Klosteranlage, die auf einer Erhebung im Bildmittelgrund liegt. Zu Füßen des Klosters liegt eine Siedlung. Im Vordergrund Bäume sowie ein hoch gelegener Acker.
Das Kloster Ochsenhausen – Blick vom Heselsberg auf der östlichen Seite des Tals der Steinhauser Rottum
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