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Böden der Hangbereiche

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Das Foto zeigt ein aufgegrabenes Bodenprofil unter einer Laubdecke. Das rötlich braune Profil ist etwa 80 cm tief.
Braunerde aus Fließerden am Leichtersberg südlich von Schriesheim-Altenbach (D21)

An den untersten Hangabschnitten, im Übergang zum Grundgebirge, treten z. T. mehrschichtige Braunerden mit tonreichen Basislagen auf (D21). Der rotbraune Ton stammt vermutlich aus permzeitlichen Sedimenten oder aus Tonsteinzwischenlagen im Unteren Buntsandstein.

An den Talhängen im Mittleren Buntsandstein nördlich von Mudau und Buchen besitzt die Decklage aufgrund äolischer Beimengungen ebenfalls hohe Schluffgehalte. Podsolige Böden treten dort nur untergeordnet auf (Braunerde, D141). Ähnliche Böden finden sich auch an stark geneigten bis steilen, z. T. bis in den Oberen Buntsandstein hinauf reichenden Hängen v. a. in Nord- und Ostexposition in Nebentälern des Neckars. Die Braunerden der dort kartierten KE D18 weisen ebenso wie die z. T. in Hanglage im Westen des Buntsandstein-Odenwalds verbreiteten Böden in KE D8 häufig bereits Übergänge zur Parabraunerde auf (lessivierte Braunerde und als Begleitboden Parabraunerde-Braunerde). Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Böden ist auf diesen deutlich von Lösslehm beeinflussten Braunerden neben Moder auch die Humusform Mull verbreitet.

Das Foto zeigt ein dunkelbraunes Bodenprofil mit Wurzelwerk und dünnen Sträuchern. Im Vordergrund liegt ein größerer, mit Moos bedeckter Gesteinsblock.
Skeletthumusboden aus Buntsandstein-Blockschutt (D2)

Die mancherorts, v. a. an den Steilhängen entlang des Neckartals auftretenden Blockströme („Felsenmeere“) aus Gesteinsblöcken des Mittleren Buntsandsteins wurden in der Bodenkarte in Kartiereinheit D2 zusammengefasst. Zwischen den eindrucksvollen Ansammlungen großer Felsblöcke findet sich oft kein mineralischer Feinboden, sondern nur schwarzer stark saurer Feinhumus (Skeletthumusböden). Weiteren Wurzelraum finden die Bäume z. T. in der unterlagernden feineren Hangschuttdecke. Begleitend treten in Bereichen mit lückenhafter Blockbedeckung A-C-Böden (Ranker, Regosole) und mehr oder weniger stark podsolierte Braunerden und Podsole auf. Im Neckartal und örtlich im Maintal und seinen Nebentälern kommen örtlich steile bis sehr steile Hangabschnitte mit Hangschuttdecken, örtlicher Blockschuttüberlagerung und Felsfreistellungen vor. Die Bodenbildung verlief an diesen Extremstandorten meist nur bis zum Ranker oder Regosol (D1). Braunerden treten als Begleitböden auf.

Blick auf einen sehr steilen, nach links aufsteigenden Waldhang. Zwischen den Baumstämmen sind einzelne, teils halb vergrabene, größere Steinblöcke sichtbar.

Mit Blockschutt bedeckter, sehr steiler Prallhang des Neckars am Gämsenberg zwischen Heidelberg-Schlierbach und Neckargemünd (D1)

Blick über eingezäunte Streuobstwiesen auf eine tiefer liegende, rundliche Erhebung. Diese Erhebung ist zum Vordergrund hin in zahlreiche Felder unterteilt, zum Hintergrund hin jedoch bewaldet.

Der Mittelberg ist der Umlaufberg einer der vielen ehemaligen Talschlingen am unteren Neckar. Vorherrschende Böden sind Braunerden und Parabraunerden (D18, D120). Sie sind in Fließerden aus einem Gemisch von Lösslehm und Verwitterungsmaterial des Oberen Buntsandsteins entwickelt. Im Tiefenbereich der alten Schlinge finden sich Kolluvien (D35) und Auenböden (D44).

Literatur

  • Ad-hoc-AG Boden (2005). Bodenkundliche Kartieranleitung. 5. Aufl., 438 S., Hannover.
  • Dambeck, R. (1999). Bodengenetische Interpretation von Podsolen im Buntsandstein-Odenwald. – Mitt. Deutsche Bodenkundl. Ges., 91/2, S. 953–956.
  • Emmerich, K.-H. (1994). Podsole im Buntsandstein-Odenwald. – Geol. Jb. Hessen, 122, S. 173–184.
  • Sabel, K. J., Thiemeyer, H. & Dambeck, R. (2005). Bodenlandschaften Südhessens. – Jahrestagung der DBG 2005 in Marburg – Exkursionsführer. – Mitt. Deutsche Bodenkundl. Ges., 105, S. 52–67, verfügbar unter https://www.dbges.de/de/system/files/mitteilungen_dbg/Bd105.pdf.