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Alter Bergbau

Der Bergbau war in Baden-Württemberg schon in frühen Zeiten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Von Bedeutung waren Erzvorkommen im Grundgebirge von Schwarzwald und Odenwald, eisenerzhaltige Sedimentgesteine oder auch Bohnerze von der Schwäbischen Alb und die Salzlager im Mittleren Muschelkalk oder im Tertiär des südlichen Oberrheingrabens.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Blick auf eine stark bewachsene Felswand mit einer Höhlenöffnung links unten.
Mittelalterliche Bergbauspuren bei Ehrenkirchen südlich von Freiburg

Die wichtigsten Bergbaureviere lagen im Schwarzwald. War es hier zu Römerzeiten und im frühen Mittelalter vor allem die Suche nach Kupfer-, Blei- und Kobalterzen, verlagerte sich das Ziel der Abbaue anschließend zu silberhaltigen Blei- und Fahlerzen. In der Neuzeit waren vor allem Schwer- und Flussspat für die chemische Industrie gesuchte Minerale. Die Konkurrenz aus dem Ausland führte allerdings zur Schließung vieler Gruben. Heute werden nur noch in der Grube Clara bei Oberwolfach Schwerspat und Flussspat abgebaut.

Blick auf rötlich graue Gesteinswände, links etwas hervorstehend und im oberen Teil bewachsen.
Erzlager der Murchisonaeoolith-Formation (Ausschnitt) am Kahlenberg bei Ringsheim

Der Eisenerzbergbau („Doggererze”) in Wasseralfingen und Aalen begründete mit den angeschlossenen Aufbereitungsanlagen der Schwäbischen Hüttenwerke eine erste Großindustrie in Ost-Württemberg. Der Bergbau ist hier seit 1948 auflässig. Gleichartige Erze wurden beispielsweise auch am Fuß der Schwäbischen Alb bei Geislingen an der Steige und Blumberg sowie in der Vorbergzone im Oberrheingraben bei Ringsheim abgebaut.