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Böden der Hangbereiche

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

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  • Das Foto zeigt das Ufer eines Sees. Es besteht aus einem steil aufragenden Hang mit dichtem Nadelwald. Auf der Kuppe des Hanges, oberhalb der Bildmitte, ist eine Lücke zwischen den Bäumen. Dort stehen Gebäude. Eines hat einen Aussichtsturm.
  • Blick auf einen leicht nach rechts abfallenden Berghang, auf dem Felsen, Blocksteine und Reste von Bäumen verstreut sind. Im Hintergrund erhebt sich ein bewaldeter Berg.
  • Aus großer Höhe blickt man auf einen kleinen See, der von dichtem Nadelwald umgeben ist. Es gibt nur noch eine kleine freie Wasserfläche. Ein großer Teil des Sees ist zu Sumpf und Moor geworden, mit hellgrüner Pflanzendecke.
Blick auf freiliegendes Felsgestein und braunes Bodenmaterial an einem Waldhang. Die Felsen sind teilweise von Pflanzen überwachsen. Ein Spaten sowie eine Messlatte dienen als Größenvergleich.
Braunerde aus blockführenden Fließerden an einem Unterhang im Glatttal südöstlich von Glatten (Lkr. Freudenstadt); (b8)

Eine eigene Kartiereinheit (b8) wurde für mittel geneigte bis steile Hänge im Oberen Buntsandstein gebildet, die mehr oder weniger direkt an das Muschelkalkgebiet der Gäulandschaft angrenzen. Vorherrschende Böden sind Braunerden aus Fließerden und Hangschutt. Untergeordnet treten an bewaldeten Unterhängen podsolige Braunerden auf. Die Bereiche wurden auch dort, wo sie heute bewaldet sind, in historischer Zeit z. T. agrarisch genutzt, was in unterschiedlichen Erosionsgraden der Böden und alten Ackerterrassen zum Ausdruck kommt. Ein kleinräumiger Bodenwechsel ergibt sich stellenweise auch durch das Auftreten karbonathaltiger Böden mit beigemengtem Muschelkalk-Material oder Aufkalkung durch Hangwasser. An den Hängen des Nagoldtals, oberhalb und unterhalb von Nagold, treten tonreiche Fließerden aus Verwitterungsmaterial des Oberen Buntsandsteins auf. Da sie stellenweise einen deutlichen Muschelkalkanteil besitzen, kommen auch dort karbonathaltige Böden vor. Vorherrschende Bodentypen sind Pelosole und Pelosol-Pararendzinen (b3).

Das Bild zeigt eine im oberen Teil gesteinsreiche Hangböschung unter Wald. Das Gestein ist rötlich grau und teilweise verwittert.
Aufschluss an der Grenze Buntsandstein/Grundgebirge an einer Wegböschung im oberen Teil der Wutachschlucht

Eine eigene Kartiereinheit (b64) wurde für die steilen bis sehr steilen, z. T. felsigen Buntsandstein-Hänge der Wutachschlucht vergeben. Sehr flach bis mittel tief entwickelte Braunerden wechseln dort mit Rankern und Regosolen. Örtlich ist karbonatisches Material aus dem hangenden Muschelkalk beigemengt, deshalb können zusätzlich Rendzinen und Pararendzinen auftreten.

  • Blick auf ein oben schwärzliches, unten rotbraunes Bodenprofil unter Wald. Eine Kreidetafel links weist das Profil als Musterprofil des LGRB aus. Das in acht Horizonte unterteilte, Steine führende Profil ist 150 cm tief.
  • Blick auf mit Erde verbackene Blocksteine an einem Waldhang. In der Bildmitte dient ein Spaten als Tiefenangabe.
  • Blick auf ein graues bis rötlich braunes Bodenprofil. Oben liegt eine Decke aus Humus und Grünpflanzen. Links ragen Wurzeln ins Bild.
  • Das Bild zeigt ein aufgegrabenes Bodenprofil unter Wald. Das Profil ist durch eine beschriftete Kreidetafel als Musterprofil des LGRB ausgewiesen. Das in sieben Horizonte gegliederte, graue bis hellbraune Profil ist 90 cm tief.
  • Blick auf braunes bis rötliches Boden- und Gesteinsmaterial an einem Waldhang.
  • Nahaufnahme von rötlich grauem Boden- und Gesteinsmaterial. Oben liegt eine schwärzliche Humusschicht auf, darüber wachsen Pflanzen.
  • Das Bild zeigt ein aufgegrabenes Bodenprofil unter Wald. Das Profil ist durch eine beschriftete Kreidetafel als Musterprofil des LGRB ausgewiesen. Das in sechs Horizonte gegliederte, braune und rötliche, unten steinige Profil ist 1,10 m tief.

Literatur

  • Jahn, R. (1957). Forstliche Standortskartierung im Buntsandstein-Hochschwarzwald (Hornisgrindegebiet). – Mitteilungen des Vereins für Forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung, 6, S. 39–55.
  • Riek, G. (1953). Die Podsole der Gehängeschuttdecken des oberen Murg- und Enzgebietes im nördlichen Schwarzwald. – Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen, 97, S. 402–462.
  • Stahr, K. (1973). Die Stellung der Böden mit Fe-Bändchen-Horizont (thin-ironpan) in der Bodengesellschaft der nördlichen Schwarzwaldberge. – Arbeiten aus dem Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Stuttgart, N. F. 69, S. 85–183.
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