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Mittlerer Buntsandstein

Lithostratigraphische Untergruppe

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Verbreitung in Baden-Württemberg, Landschaftsbild

Blick über eine rötlich braune, hochgelegene Grasfläche auf einen breiten Streifen von Nadelwald. Im Hintergrund ferne bewaldete Bergrücken.
Blick vom Schliffkopf über den Nordschwarzwald

Das Ausstrichgebiet des Mittleren Buntsandsteins erstreckt sich vom Maintal um Wertheim bis in den östlichen Odenwald (Buntsandstein-Odenwald). Im Südlichen Odenwald erfolgt der fazielle Übergang in die Grobsandfazies der Vogesensandstein-Formation, die hier nur im Niveau des Mittleren Buntsandsteins ausgebildet ist. Im Schwarzwald lässt sich innerhalb der Vogesensandstein-Formation der Anteil des Mittleren Buntsandsteins jedoch nicht mehr sicher von den Äquivalenten des höheren Unteren Buntsandsteins abtrennen. Im Hotzenwald und Hochrheingebiet keilt die Vogesensandstein-Formation örtlich unter dem Oberen Buntsandstein vollständig aus.

Im Main-Tauber-Gebiet und teilweise im Odenwald bildet der Mittlere Buntsandstein eine deutliche Schichtstufe unter der Stufenfläche des Oberen Buntsandsteins. Im Stufenhang zeichnen sich dabei vielfach die Formationen mit ihrem Wechsel aus massiven Sandsteinen und Sandstein-Tonstein-Wechselfolgen durch wechselnde Hangneigungen ab. Auch im Schwarzwald liegt die Hangkante der Buntsandstein-Schichtstufe vielfach nahe der Basis des Oberen Buntsandsteins, ist dort jedoch nicht streng an eine bestimmte Schicht gebunden.

Mächtigkeit

Man blickt eingerahmt von dunklen Büschen und Bäumen auf eine rot leuchtende, in den blauen Himmel ragende Aufschlusswand aus Buntsandstein. Oben auf der Wand wachsen auch kleine Büsche.
Buntsandstein bei Teningen-Heimbach

Im östlichen Odenwald und Main-Tauber-Gebiet erreicht der Mittlere Buntsandstein nach Osten ansteigende Mächtigkeiten von 150–190 m. Davon entfallen auf die Volpriehausen-Formation bis über 90 m, auf die Detfurth-Formation meist 30–40 m und auf die Hardegsen- und Solling-Formation zusammen bis zu 65 m. Davon nehmen Hardegsen-Grobsandstein und ‑Wechselfolge zusammen etwa 35–40 m, der erosiv darin einschneidende Felssandstein bis zu 15 m, der Karneol-Dolomit-Horizont VH2  2–4 m und die Solling-Formation darüber höchstens 10 m (nach Westen und Süden auskeilend) ein. Im Schwarzwald entfallen auf die Geröllsandstein-Subformation der Vogesensandstein-Formation, die zumindest Teilen des Mittleren Buntsandsteins entspricht, bis zu 80 m im Norden, jedoch unter 50 m im Südschwarzwald, wo sie gebietsweise ganz auskeilt.