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Grimmelfinger Graupensande - Oberschwaben

Verbreitungsgebiet: Nördliches Oberschwaben zwischen Ehingen und Ulm

Erdgeschichtliche Einstufung: Grimmelfingen-Formation (tGR), Tertiär

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol "Themenebenen" links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Lagerstättenkörper

Man sieht die Abbauwand einer Sandgrube. Das hellbraune, im oberen Bereich rötliche Material verläuft zwischen Fuß und Decklage in schräger, nach rechts ansteigender Richtung. Ein angelehntes Maßband zeigt die Höhe der Wand.
Abbauwand mit schräggeschichteten, feinkiesigen Mittel- bis Grobsanden der Grimmelfinger-Graupensande

Die Grimmelfinger Graupensande treten in Baden-Württemberg nur am Südrand der Schwäbischen Alb zwischen Ehingen und Ulm in bauwürdigen Mächtigkeiten auf. Die Sande wurden in einer NO–SW verlaufenden Flussrinne abgelagert, wobei die Sedimente in südwestliche Richtung geschüttet wurden, wie Schrägschichtungen in den Graupensanden zeigen. Bauwürdige Mächtigkeiten der Graupensande treten nur am nördlichen Rand der Rinne auf, da hier eine stärkere Strömung herrschte. Dadurch wurden bevorzugt gröbere Sand- und Kieskörner abgelagert. Es handelt sich somit um einen geschichteten, rinnenförmigen Rohstoffkörper mit ca. 15 km Länge und 1–5 km Breite. Die Abgrenzung der wirtschaftlich interessanten Bereiche erfolgt durch die nutzbare Mächtigkeit, die Überlagerungsmächtigkeit nicht verwertbarer Schichten, den Anteil der nicht nutzbaren Beimengungen in den Graupensanden sowie die flächenhafte Erstreckung der Vorkommen.

Nahaufnahme von streifigen, gelblichen und rötlichen Sandlagen. In der Bildmitte ist ein Maßstab angelehnt.
Durch Limonitausfällung verfestigte Bereiche in den Grimmelfinger-Graupensanden
Übersichtsbild einer zweigeteilten Sandgrube. Die hellen Bereiche der Grube werden an den seitlichen und hinteren Rändern von dicht bewachsenen Abraumhügeln eingefasst. Ganz im Hintergrund verläuft Wald.

Übersicht der Sandgrube Erbach-Ringingen

  • Abbauwand mit schräggeschichteten, feinkiesigen Mittel- bis Grobsanden der Grimmelfinger Graupensande
  • Übersicht der Sandgrube Erbach-Ringingen
  • Durch Limonitausfällung verfestigte Bereiche in den Grimmelfinger Graupensanden
  • Detail von schwach feinkiesigem Mittel- bis Grobsand der Grimmelfinger Graupensande
  • Feinkiesige, mittel- bis grobsandige Grimmelfinger Graupensande
  • Durch Erosion angeschnittene Quarzsande.
  • Nicht verwertbares Überlager in der Sandgrube Erbach-Ringingen.
  • Mittel- bis Grobsand der Grimmelfingen-Formation.

Literatur

  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • LGRB (2001). Blatt L7724/L7726 Ulm/Neu-Ulm, mit Erläuterungen. – Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50 000, 116 S., 2 Abb., 14 Tab., 1 Kt., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg). [Bearbeiter: Bock, H., m. Beitr. v. Kimmig, B., Werner, W. & Szenkler, C.]