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Unterer Massenkalk der westlichen Schwäbischen Alb

Verbreitungsgebiet: Westliche Schwäbische Alb (Hohe Schwabenalb bei Rußberg, Nusplingen, Meßstetten und Lautlingen)

Erdgeschichtliche Einstufung: Unterer Massenkalk (joMKu), Oberjura

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol „Themenebenen“ links oben einblenden.)

Gestein

Blick von oben auf eine Felsgruppe, die entlang eines Waldhanges abwärts verläuft. Das weißlich graue Gestein ist gestuft und gerundet, zudem auf der Kuppe und in Zwischenräumen bemoost und bewachsen.
Felswand an der Artleshalde bei Oberdigisheim

Die dichten bis feinkörnigen, brockig-massigen bis meist dickbankig ausgebildeten, weißbeigen, grauweißen, hellgraubeigen und mittelgrauen Kalksteine sind sehr hart, weisen einen glatten bis muscheligen oder rauen Bruch sowie eine unregelmäßige Oberfläche auf. Ganz untergeordnet treten mittelbraune, feinkörnige, harte Kalksteine (= Braunkalke) auf. Die einzelnen Bänke sind 60–100 cm, z. T. 10–30 cm mächtig, und spalten flaserig-knauerig bis unregelmäßig dünnbankig bis plattig auf. Die harten Bankkalksteine zeigen einen rauen Bruch. In Teilabschnitten führen die Massenkalksteine und die unregelmäßig gebankten Bankkalksteine unregelmäßige, linsenförmige, wenige Zentimeter bis 20 cm mächtige Mergelsteinlagen (mergelflaserig). Die Mergelsteinlagen treten in den Felswänden als Hohlkehle zurück. Der Untere Massenkalk weist Bereiche mit unterschiedlich hohen Karbonatgehalten auf.

  • Blick von oben auf eine Felsgruppe, die entlang eines Waldhanges abwärts verläuft. Das weißlich graue Gestein ist gestuft und gerundet, zudem auf der Kuppe und in Zwischenräumen bemoost und bewachsen.
  • Das Foto zeigt einen großen, markanten Felsen an einem Waldhang. Das weißlich graue Gestein ist links und oben bemoost und bewachsen. Rechts verläuft ein spitzer Vorsprung, der einer Nase ähnelt.

Weiterführende Links zum Thema

Literatur

  • Franz, M., Schaaf, D., Schmidt, S. & Schweizer, V. (1987). Erläuterungen zu Blatt 7719 Balingen. – Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 146 S., 1 Taf., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • Kimmig, B., Werner, W. & Aigner, T. (2001). Hochreine Kalksteine im Oberjura der Schwäbischen Alb – Zusammensetzung, Verbreitung, Einsatzmöglichkeiten. – Z. angew. Geow., 47, S. 101–108.
  • Schweizer, V. & Franz, M. (1994). Erläuterungen zu Blatt 7819 Meßstetten. – Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 112 S., 1 Beil., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).