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Eisinger Löcher

Digitale Geländekarte von Eisingen und Umgebung. Hervorgehoben ist die Lage der Eisinger Löcher (Vergrößerung am linken Bildrand).
Lage der Eisinger Löcher (rote Umrandung) mit Verkarstungsstrukturen nach IGHK50 (orange Punkte)
Das Bild zeigt eine links über Eck gehende, hellbraune bis weißliche Gesteinswand mit rechteckiger Öffnung am Fuß. Vor dem schwarzen Loch haben sich am Boden Farnwedel ausgebreitet.
Altes Eisinger Loch östlich von Eisingen (Enzkreis)

Auf einer leicht hügeligen Hochfläche nördlich von Pforzheim liegen zwei große Erdeinbrüche: das (Alte) Eisinger Loch und Neue Eisinger Loch. Bei den Eisinger Löchern handelt es sich um Trichterdolinen im Oberen Muschelkalk und Unterkeuper (Erfurt-Formation). Ursache der Einbrüche ist die Auslaugung der Sulfat- und Salzgesteine des Mittleren Muschelkalks, welcher hier über 100 m im Untergrund gelegen ist. Nach Huth & Junker (2004) entstand das Alte Eisinger Loch bereits in vorgeschichtlicher Zeit. Das Neue Eisinger Loch brach ca. 70 m südwestlich des Alten Eisinger Lochs (Hasenmayer, 1968) am 15.12.1966 längs einer Verwerfung ein, welche Gesteine des Oberen Muschelkalks gegen Gesteine des Unterkeupers gegeneinander versetzt. Kurz nach der Entstehung wies die Doline Abmessungen von 14 m · 7 m bei einer Tiefe von über 45 m auf (Huth & Junker, 2004).

Literatur

  • Brill, R. (1984). Erläuterungen zu Blatt 7018 Pforzheim-Nord. – Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 58 S., 2 Taf., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Hasenmayer, J. (1968). Das Neue Eisinger Loch bei Pforzheim. – Mitteilungen des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher e. V., 14(1), S. 23–25.
  • Huth, T. & Junker, B. (2004). Erläuterungen zur Geotouristischen Karte von Baden-Württemberg 1: 200 000 – Schwarzwald mit Umgebung. 440 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau).
  • Morlock, W. (1978). Eisinger Loch (7018/01) und Neues Eisinger Loch (7018/02), Muschelkalkgebiet. – Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, 15, S. 23–25.
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