In den Kalksteinen und Dolomitsteinen des Oberen Muschelkalks (insbes. in den Gesteinen des Trigonodusdolomit, der Meißner- und Trochitenkalk-Formation) kommt es zu Verkarstungserscheinungen. Karstformen sind Trockentäler, Karstwannen, Bachversickerungen, Dolinen und Erdfälle (z. B. Göschweiler).
Die Kalksteine im Oberjura (Weißjura, Malm) treten auf der Schwäbischen Alb und im südlichen Oberrheingraben (Baden-Württemberg) auf. Es handelt sich um Massenkalke und Bankkalksteine (Karbonatgesteine), deren Lagerstätten als Steine und Erden-Rohstoffe für den Verkehrswegebau und als Betonzuschlag...
Die Kalksteine im Oberen Muschelkalk (Mitteltrias) sind schichtige Rohstoffkörper (Lagerstätten) in Baden-Württemberg (z. B. Tauberbischofsheim, Crailsheim, Heilbronn). Die marinen Karbonatgesteine sind für die Herstellung von Natursteinkörnung, als Zementrohstoff und Naturwerkstein geeignet.
Der Quartäre Sinterkalk (Naturwerkstein aus Baden-Württemberg) ist eine Süßwasserablagerung und tritt im Bärenthal auf der Hohen Schwabenalb auf. Es handelt sich um porösen und kavernösen Kalktuff, der im Steinbruch Bärenthal seit dem 19. Jahrhundert abgebaut wird.
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Der ehem. Steinbruch am Moldenberg auf der Ostalb bei Heidenheim erschließt den Brenztal‑Trümmerkalk im Oberen Oberjura. Es handelt sich um ein grobkristallines Gestein aus Riffschutt. Der Brenztal‑Trümmerkalk ergab einen gesuchten Werkstein, der als "Heidenheimer Stein" bis nach Wien...
Der Uracher Wasserfall auf der Schwäbischen Alb befindet sich südwestlich von Bad Urach. Der Brühlbach hat am oberen Talschluss eine große Kalktuffterrasse geschaffen, über die er 37 m im freien Fall in die Tiefe stürzt. Darunter fließt er weitere gut 50 m mit kleinen Gefällestufen über...
Der Gütersteiner Wasserfall liegt westlich von Bad Urach. Oberhalb des Wasserfalls entspringt eine Karstquelle im Niveau der Unteren Felsenkalk-Formation (Unterer Oberjura). Aus dem karbonatreichen Quellwasser fällt nach dem Austritt an die Oberfläche Kalktuff aus und der Bach läuft auf einer sich...
Es gibt viele Höhlen in Baden-Württemberg. Sie sind auf bestimmte geologische Formationen beschränkt, deren Gesteine durch Lösungsprozesse der sog. Verkarstung unterliegen. Im Wesentlichen sind sie auf das Verbreitungsgebiet des Muschelkalks und Oberjuras beschränkt. Schon früh bestand Interesse an...
Die Charlottenhöhle ist die längste Besucherhöhle Süddeutschlands. Die Höhle wurde 1893 entdeckt und nach Königin Charlotte von Württemberg benannt. Sie entstand als Flusshöhle in dolomitischen Kalksteinen des Oberjuras. Besonders ist der hohe und enge, schlauchartige Höhlengang mit...
Die Tropfsteinhöhle im Buchener Stadtteil Eberstadt wurde 1971 durch Zufall bei Sprengarbeiten in einem Steinbruch entdeckt. Die Hauptattraktion der im Unteren Muschelkalk verlaufenden Karsthöhle sind Riesentropfsteine mit über einem Meter Durchmesser und mehreren Metern Höhe, die sicher einige...