Der Unterjura (Schwarzjura, veraltet: Lias) streicht in Baden-Württemberg v. a. im Albvorland zutage aus. Die marinen Ablagerungen bestehen u. a. aus Ton- und Mergelsteinen, die z. T. bituminös sind (Ölschiefer) sowie aus Kalksteinen und kalkigen Sandsteinen.
Der Obere Unterjura bildet im Albvorland die zweite auffällige Schichtstufe. Er beginnt unten mit der Posidonienschiefer-Formation mit grauen Tonmergelsteinen. Darin eingeschaltet sind dünne Lagen stark bioturbater Tonmergelsteine (Seegrasschiefer). Die Abfolge der charakteristischen bituminösen...
Der Mittlere Unterjura streicht v. a. im Albvorland aus. Die Ausstrichbreite schwankt zwischen einigen Hundert Metern und wenigen km. Im Baar-Wutachgebiet und Klettgau sind es nur wenige Zehner Meter. Untergeordnet tritt der Mittlere Unterjura in der Langenbrückener Senke und im Oberrheingraben auf...
Der Untere Unterjura (früher Schwarzjura bzw. Lias alpha und beta) bildet im Albvorland eine markante Geländestufe. Weniger auffällige Ausstrichsflächen gibt es z. B. in der Langenbrückener Senke und im Oberrheingraben. Der Untere Unterjura besteht im unteren Teil aus dunklen Tonsteinen im Wechsel...
Der Mittelkeuper (Mittlerer Keuper) bildet den Hauptteil des Keuperberglands in Baden-Württemberg (z. B. Schwäbisch-Fränkische Waldberge). Er besteht hauptsächlich aus bunten Tonsteinen, in die Schichtstufen-bildende Sandsteine sowie im tieferen Teil Sulfatgesteine (Anhydrit-, Gipsstein)...
Die Oberrheinische Steinkohlen-Untergruppe (Oberkarbon, oberes Karbon) streicht in Baden-Württemberg am westl. Rand des Schwarzwalds zwischen Diersburg und Berghaupten (Offenburg) aus. Eine Besonderheit sind die Steinkohleflöze, die Pflanzenfossilien (Farne und Schachtelhalme) enthalten.
Die Nusplingen-Plattenkalke der Hohen Schwabenalb (Oberjura, Naturwerksteine aus Baden-Württemberg) sind plattige, dichte, fossilreiche Kalksteine. Die Plattenkalksteine wurden zwischen 1869 und 1878 abgebaut. 2001 wurden Lithografien daraus hergestellt.
Der Posidonienschiefer (Unterjura, Schwarzer Jura, Lias; Naturwerkstein) im nördlichen Albvorland (Baden-Württemberg) ist ein fossilienreicher Kalkstein/Mergelkalkstein (karbonatische Fleinsbänke) mit Bitumenanteil (Ölschiefer). Die Rohstoffe (Lagerstätten) wurden in Ohmden (Holzmaden) abgebaut.
Die Lagerstätten der hochreinen bis reinen Kalksteine der Korallenkalk- und Nerineenkalk-Formation (Oberjura, Weißjura, Malm) am südlichen Oberrhein (Baden-Württemberg) standen bei Istein, Huttingen, Efringen-Kirchen, Holzen und Kandern in Abbau. Verwendung fand der Rohstoffe als Branntkalk und...
Die Lagerstätten der hochreinen bis reinen Kalksteine der Hauptrogenstein-Formation (Oolith; Mitteljura, Braunjura, Dogger) am südlichen Oberrhein (Vorbergzone, Baden-Württemberg) standen am Tuniberg (Merdingen), Schönberg (Freiburg), Nimberg und bei Müllheim-Vögisberg in Abbau (für Gesteinsmehl).