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Mergelsteine der Elsässer Molasse

Verbreitungsgebiet: Tertiärhügelland im südlichen Oberrheingraben, Raum Lörrach

Erdgeschichtliche Einstufung: Elsässer Molasse (tEM), Tertiär (spätes Oligozän)

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol "Themenebenen" links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Gestein

Feinsedimente der Elsässer Molasse in der Tongrube Rümmingen.
Feinsedimente der Elsässer Molasse in der Tongrube Rümmingen

Die Elsässer Molasse ist aufgebaut aus: Mergelsteinen, Sanden und Kalksandsteinen, außerdem ist sie reich an Glimmer. In der Tongrube Rümmingen (RG 8311-5) waren sandige, bunte Tone und Schluffe mit Kalksandsteinzwischenlagen aufgeschlossen.

Abbauwand in der Tongrube Rümmingen
Abbauwand in der Tongrube Rümmingen

Verwendung: In der Tongrube Rümmingen (RG 8311-5) wurden bis zum Jahr 1993 Lösssedimente und Feinsedimente der Elsässer Molasse gemeinsam abgebaut und zu güteüberwachten Hintermauerziegeln verarbeitet. Wittmann (1994) berichtet, dass die harten „Laibsteine“ (= Kalksandsteinbänke) aus der Elsässer Molasse gelegentlich als Bausteine, Grenzsteine und Abdeckplatten genutzt wurden; z. T. auch als behauene Steine für Tür- und Fensterrahmungen sowie als Treppensteine, Schwellen, Tröge, Schüttsteine, Platten und Fliesen.

  • Blick nach Nordosten auf die ehemalige Tongrube Rümmingen.
  • Abbauwand in der Tongrube Rümmingen.
  • Feinsedimente der Elsässer Molasse in der Tongrube Rümmingen.

Literatur

  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • Wittmann, O. (1994). Erläuterungen zu Blatt 8311 Lörrach. Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 153 S., 9 Taf., 1 Beil., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg). [unveränd. Nachdr. d. 2. Aufl. v. 1988]