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Künstliche Auffüllungen

In Baden-Württemberg entstehen künstliche Auffüllungen (anthropogene Ablagerungen) meist im Zusammenhang mit Bautätigkeiten seit der Bronzezeit. Besonders nach dem 2. Weltkrieg wurden Steinbrüche und Dolinen mit Abfällen und Bauschutt verfüllt. Beim Bau auf Auffüllungen können geotechnische Probleme v. a. durch Setzungen auftreten.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Das Bild zeigt einen steilen Müllberg mit einem begrünten Hügel im Hintergrund, auf dem Bäume sichtbar sind.
Mülldeponie in Stuttgart-Kaltental im Jahre 1937 (Foto: © Landesmedienzentrum Baden-Württemberg / Bildautor: Robert Bothner)

Mit der Industrialisierung und Urbanisierung im 19. Jahrhundert einhergehend fiel auch immer mehr Müll an, der zu entsorgen war. Insbesondere in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurden durch die Abfall- und Bauschuttbeseitigung eine Vielzahl an kleineren aufgegebenen Steinbrüchen, Kiesgruben, Erdfällen und Hangklingen verfüllt. In den 1950er bis 1970er Jahren kamen zahlreiche weitere Hausmülldeponien hinzu. Eine Homogenisierung und Verdichtung des Mülls war damals nicht üblich. Häufig kamen in diesen teils „wilden“ (ungeregelten) Müllkippen verschiedenste Abfallarten zur Ablagerung (Hausmüll, Sperrmüll, Gewerbemüll, Erdaushub). Durch Rekultivierung sind diese Auffüllungen teils stark überprägt und kaum mehr erkennbar oder gar unbekannt. 

Das Foto zeigt ein Luftbild mit hügeligem Gelände und mehreren Ortschaften. Das Gelände ist bewaldet oder terrassiert. In der Bildmitte sind hellbraun neu angelegte mächtige Terrassen zu erkennen.
Neu angelegte Weinbergterrassen bei Oberrotweil im Kaiserstuhl im Jahre 1970 (Foto: (cc) Karl Kurrus - https://katalog.landesmuseum.de)
ie Grafik zeigt einen Ausschnitt aus der Baugrundkarte Stuttgart mit dem ehemaligen Stadtgraben. Bereiche mit Auffüllungen sind beige eingefärbt. Das umgebende Festgestein ist Blautönen, Lockergesteine werden mit Überlagerungssignaturen dargestellt.
Ehemaliger Stadtgraben Stuttgart in der Baugrundkarte Stuttgart

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