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Veränderlich feste Gesteine

Veränderlich feste Gesteine, teilweise auch Halbfestgesteine genannt, nehmen gesteins- und bautechnisch eine Zwischenstellung zwischen dauerhaft festen Gesteinen (Festgesteinen im engeren Sinn) und Lockergesteinen ein. Als veränderlich feste Gesteine zählen vor allem feinkörnige Sedimentgesteine (z. B. Tonsteine, Schluffsteine, Mergelsteine), aber auch grobkörnige Sedimentgesteine mit tonigem Bindemittel (z. B. tonig gebundene Sandsteine). 

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Das Foto zeigt ein Verwitterungsprofil mit unten eher grauem bis grau-bläulichem Fels. Nach oben hin wechselt der Farbton des Aufschlusses nach hellgrau bis hellbeige-weiß. Oben sind einige Felsbruchstücke, eine schwarze Bodenbildung und Gras zu sehen.
Inhomogenes Verwitterungsprofil mit einem Wechsel aus feinkörnigen und grobkörnigen Bestandteilen in den Gesteinen der Amaltheenton-Formation

Im Folgenden sind zwei Fotografien von Gesteinsaufschlüssen aus dem Unterjura mit entsprechenden Beispielen von Verwitterungsprofilen veränderlich fester Gesteine des Costatenkalke-Horizonts in der Amaltheenton-Formation aus der aus dem Albvorland dargestellt. Die Gesteine setzen sich hierbei aus Tonsteinen und Tonmergelsteinen mit vereinzelten Bänken aus Kalkgesteinen zusammen. Durch diesen Wechsel in der Zusammensetzung liegen Wechsel von dünneren und dickeren Lagen bzw. Gemenge aus feinkörnigen und grobkörnigen Bestandteilen vor. 

Das Foto zeigt einen Aufschluss mit Schutthalde in schräg-seitlicher Ansicht. Der Aufschluss ist grau bis beige gefärbt. Einzelne Felsbestandteile stehen leicht heraus. Im unteren Bereich sowie oberhalb ist Bewuchs erkennbar.
Inhomogenes Verwitterungsprofil mit Wechsel aus us feinkörnigen und grobkörnigen Bestandteilen an einem Böschungsaufschluss der Amaltheenton-Formation

Literatur

  • DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (2010a). DIN EN 1997-2 Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds. 198 S., Berlin (Beuth).
  • DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (2010b). DIN 4020 Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke – Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-2. 31 S., Berlin (Beuth).
  • DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (2018). DIN EN ISO 14 689 Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Fels. 37 S., Berlin (Beuth).
  • Einsele, G., Heitfeld, K.-H., Lempp, C. & Schetelig, K. (1985). Auflockerung und Verwitterung in der Ingenieurgeologie: Übersicht, Feldansprache, Klassifikation (Verwitterungsprofile). – Heitfeld, K.-H. (Hrsg.). Ingenieurgeologische Probleme im Grenzbereich zwischen Locker- und Festgesteinen, S. 2–24.
  • Herzel, P. (2002). Empfehlung Nr. 20 des Arbeitskreises 3.3. „Versuchstechnik Fels“ der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e. V.: Zerfallsbeständigkeit von Gestein – Siebtrommelversuch. – Bautechnik, 79, Heft 2, S. 101–105.
  • Nickmann, M., Baumgärtel, T. & Plinninger, R. J. (2025). Bestimmung der Zerfallsneigung von Gesteinen im kombinierten Befeuchtungs-Trocknungs-Verfahren mit Kristallisationsversuch. – Geotechnik, 48, Heft 2, S. 126–139, verfügbar unter https://doi.org/10.1002/gete.202400039.
  • Ruch, C. (2003). Ingenieurgeologische Karte von Baden-Württemberg – Der Baugrund von Reutlingen. 36 S., Freiburg i. Br. [Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg]
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