Der Heidelberg-Granit (Naturwerkstein aus Baden-Württemberg) ist ein porphyrischer Biotitgranit mit Feldspat-Einsprenglingen aus dem südlichen Odenwald. Das Intrusionsgestein (Pluton) wurde am Wildeleutstein (Eichelberg, Eichelbergturm), in Oberflockenbach und Steinklingen (Suppenschüssel) abgebaut.
Der Granodiorit des Weschnitz-Plutons (auch Odenwäldergranit, Granit Niederliebersbach und Deutscher Reichsgranit) ist eine Intrusion im Bergsträßer Odenwald. Er wurde u. a. in Sonderbach und Oberflockenbach für z. B. den Waldnerturm bei Hemsberg und das Schulhaus Ober-Laudenbach abgebaut.
Der Steinbruch am Schrofel bei Klosterreichenbach erschließt den Grenzbereich zwischen Grund- und Deckgebirge. Das Grundgebirge besteht aus kleinkörnigem Ganggranit und metatektischen Paragneisen, das Deckgebirge aus geschichteten Sandsteinbänken des Zechsteins und Rotliegend.
Am Fuchsköpfle bei Freiburg-Herdern wurden Steinbrüche betrieben, in denen Amphibolit v. a. für den Wegebau gewonnen wurde. Die Amphibolite liegen kleinflächig als linsenförmige Gesteinskörper zwischen den Gneisen des Schwarzwalds. Da sie der Verwitterung großen Widerstand entgegensetzen, wurden...
Beim Heidelberger Schloss ist in der Südwand des Schlossgrabens zwischen Krautturm und Brückenhaus ein geologisch bedeutendes Profil aufgeschlossen. Es zeigt deutlich die Grenze zwischen Grundgebirge und Deckgebirge. Zuunterst steht Heidelberg-Granit an, dieser ist von Sandströmen des Rotliegend...
Die Wutachschlucht ist eines der geologisch und ökologisch interessantesten Gebiete Baden-Württembergs. Da sie vom kristallinen Grundgebirge über die Trias (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper) bis zum Jura verläuft, kann man einen großen Teil der geologischen Vielfalt Baden-Württembergs entdecken.
Der Betrieb des Besucherbergwerks Finstergrund begann 1982. Der Bergbau bei Wieden im Südschwarzwald geht auf das 13. und 14. Jh. zurück. Die alten oberen Stollen sind im ausgehenden Mittelalter zur Gewinnung von Silbererzen angelegt worden. Von 1920 bis 1972 galt das bergmännische Interesse dann...
Das Besucherbergwerk Grube Erich liegt am Westrand des Mittleren Schwarzwalds bei Waldkirch. Urkundlich fassbar wird der Silberbergbau im Jahre 1284 durch den Bau des als "Urgraben" bekannten Hangkanals. Nur wenig später kam der Silberbergbau 1288 jedoch durch ein katastrophales Unwetter...
Die Hauptphase des Silberbergbaus in der Grube "Segen Gottes" in Haslach-Schnellingen im Kinzigtal war im 15. und 16. Jahrhundert. Die erzführenden Schwer- und Flussspatgänge entstanden in einer Störungszone im anstehenden Flasergneis. Von 1999–2003 dauerten die Ausgrabungsarbeiten sowie...
Die Hochphase des Bergbaus in der Grube Wenzel im Schwarzwald bei Oberwolfach war zwischen 1760 und 1823. Insgesamt wurden aus den Erzen der Grube u. a. rund 4 t Silber gewonnen. In einem steil stehenden Baryt-Calcit-Gang, dem Wenzelgang, finden sich neben Schwerspat, Calcit und Quarz u. a. Silber-...