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Fallbeispiel

Donauversinkung und Aachtopf

Im Fallbeispiel wird ein für die Hydrogeologische Region besonders interessantes bzw. intensiv untersuchtes hydrogeologisches Phänomen beschrieben.

Blick auf ein teilweise trockenliegendes flaches Flussbett. Das Ufer rechts ist mit Gebüsch und Bäumen bewachsen. An der linken Uferseite steigen zusätzlich bewaldete Berghänge auf.

Donauversinkung im Abschnitt Immendingen-Brühl

Blick auf eine Wasserfläche mit Pflanzeninseln. Das hintere Ufer ist mit Sitzbänken und Bäumen gestaltet.

Blick auf den Aachtopf bei Aach

Blick auf eine Flussbiegung. Das sichtbare rechte Ufer ist stark bewachsen. Links im Hintergrund ist eine Brücke zu sehen.

Versickerungsbereich der Donau bei Immendingen im Bereich der Bahnbrücke

Blick auf ein teilweise trockenliegendes Flussbett. Das Ufer links ist mit Buschwerk bewachsen, rechts zeigen sich auch Bäume und bewaldete Berge. Im Vordergrund wächst zwischen Wasserpfützen Gras.

Versickerungsstrecke der Donau westlich von Immendingen im Brühl

Blick auf ein teilweise trockenliegendes Flussbett. Das Ufer rechts ist mit dicht stehenden Bäumen bewachsen. Links zeigen sich neben Gebüsch nur einzelne Bäume.

Versickerungsstrecke der Donau an der Versickerungsstelle zwischen Immendingen und Möhringen

Blick auf zwei nebeneinander angebrachte farbige Hinweisschilder zum Thema Donauversinkung.

Hinweisschilder zur Donauversickerung am Donauradweg bei Immendingen

Grafische Darstellung des Kurvenverlaufs der Donau zwischen Immendingen und Möhringen. Besonders gekennzeichnet sind Versinkungsstellen sowie ein Umleitungsstollen.

Umleitungsstollen Immendingen (ungefährer Verlauf) mit Versinkungsstellen bei Immendingen und Tuttlingen-Möhringen

Blick auf einen Flusslauf mit steinerner Staumauer im hinteren Bildteil und flachem Gewässer im Vordergrund. Das sichtbare rechte Ufer zeigt eine Fischtreppe sowie zwei kleine Bauten entlang eines aufsteigenden Hanges. Der Berg dahinter ist bewaldet.

Aufstaubereich und Einlassbauwerk des Umleitungsstollens Immendingen mit einer Fischtreppe (rechts).

Grafische Darstellung des U-förmigen Verlaufs der Donau bei Fridingen. Eingezeichnet sind Versinkungsstellen, ein Kraftwerk sowie ein Umleitungsstollen im Nordosten von Fridingen.

Umleitungsstollen Fridingen an der Donau mit Versinkungsstellen bei Fridingen im Gewann Stetten und Wangen

Zweigeteilter farbiger Längsschnitt des Verlaufs der Donau von Geisingen bis Beuron. Eingezeichnet sind geologische und hydrogeologische Verhältnisse.
Längsschnitt entlang der Donau von Geisingen bis Beuron: Geologische und hydrogeologische Verhältnisse (Selg, 2010)
Farbiger hydrogeologischer Längsschnitt des Verlaufs der Donau bei Brühl bis zur Aachquelle. Eingezeichnet sind die geologische Schichtung, die Grundwasseroberfläche, Fließwege sowie Verwerfungen.
Hydrogeologisches Profil von der Donau (Versickerungsstelle Im Brühl, bei Immendingen) bis zur Radolfzeller Aach (verändert nach Selg, 2010)
Übersichtskarte mit dem Verlauf der Donau zwischen Kirchen-Hausen im Südwesten und Beuron im Nordosten. Farbig markiert sind dabei die Abflusspegel in der Donau sowie in den Zuflüssen.
Abflusspegel in der Donau (blaue Schrift) sowie in den Zuflüssen (violette Schrift)
Farbiges Diagramm mit linearen Verläufen zur Donauversinkung über einen längeren Zeitraum.

Tage pro Jahr mit Vollversinkung der Donau im Zeitraum 1884 bis 2004. Die zeitlich variable Entwicklung wird durch die polynomische Trendlinie (rosa) wiedergegeben, der generelle langfristige Trend durch die lineare Trendlinie (rot) (Selg, 2010).

Grafische Darstellung des prozentualen Versickerungsanteils der Donau bei Kirchen-Hausen mittels einer linearen Kurve. Je nach Verlust oder Gewinn ist die Donau auch Vorfluter.

Korrelation von Donauabfluss oberhalb der Versinkung von Immendingen und seinem prozentualen Versickerungsanteil (Tageswerte). Negative Werte geben den Versickerungsanteil des jeweiligen Donauabflusses an. Positive Werte bedeuten eine prozentuale Zunahme der Wasserführung in der Donau zwischen Kirchen-Hausen und Möhringen, bezogen auf den Donauabfluss oberhalb der Versinkungsstelle (Selg, 2010). In diesen Fällen ist die Donau Vorfluter.

Blick auf einen zum Betrachter fließenden, eingefassten Wasserlauf. Rechts der Einfassung stehen Gebäude, am linken Ufer Bäume und Gebüsch.

Teilabfluss aus dem Aachtopf im nördlichen Werkkanal

Hydrogeologische Übersichtskarte mit dem umrandeten Einzugsgebiet des Aachtopfs bei Tuttlingen. Darunter gelegt sind auch geologische Verbreitungsgebiete, etwa des Oberjuras.

Einzugsgebiet des Aachtopfs (violett umrandet). Das Verbreitungsgebiet des Oberjuras ist blau (an der Geländeoberfläche ausstreichend) bzw. hellbraun (unter Tertiärüberdeckung) dargestellt (Selg, 2010).

Literatur

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