Der etwa 1700 Hektar große Moorkomplex des Wurzacher Rieds liegt im Nordosten des Landkreises Ravensburg. Hier formte der Rheingletscher während der Riß-Eiszeit ein großes Zungenbecken. Der Endmoränenwall von Dietmanns stellt die nördliche Begrenzung des Wurzacher Rieds dar.
Der Schussen-Ursprung (Schussenquelle) bei Bad Schussenried liegt zwischen zwei Rücken der Endmoräne (Würm-Eiszeit, Äußere Jungendmoräne) in einer mit Kiesen gefüllten Rinne, durch die früher das Schmelzwasser abfloss (Gletschertor). Ursprünglich aus zwei Quellteichen ausströmend, fiel die Quelle...
Infotafeln am Krummbachweg bei Ochsenhausen stellen die Zeugnisse klösterlicher Wasserbaukunst vor. Die Quellen des Krummbachs mit einer Schüttung von ca. 150 l/s entspringen am Talhang der Bellamonter Rottum an der Schichtgrenze der Mindel-Deckenschotter zur tertiären Oberen Süßwassermolasse. Sie...
Das Naturschutzzentrum Bad Wurzach besteht bereits seit 1985 und ist damit das erste dieser Einrichtungen in Baden-Württemberg. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist die Betreuung des Naturschutzgebietes Wurzacher Ried, einer einzigartigen Moorlandschaft, die 1989 sogar mit dem "Europadiplom...
Das Federseegebiet in Oberschwaben ist ein Refugium für seltene Pflanzen und Tiere. Es wird vom Naturschutzbund (NABU) in Bad Buchau betreut. Das zugehörige Informationszentrum wurde 1987 erbaut. Der Federsee umfasste noch vor etwa 200 Jahren eine Wasserfläche von rd. 2000 ha. Durch...
Das Pfrunger-Burgweiler Ried zwischen Ostrach und Wilhelmsdorf ist das zweitgrößte Moor Südwestdeutschlands. Im Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf befindet sich die ständige Ausstellung „Moor erleben“ zur Natur, Entstehung, Nutzung und Renaturierung des Moors. In neun Themeninseln vermitteln...
Typisch für die jüngsten Auenbereiche der Donau in der BGL Altmoränen-Hügelland sind kalkreiche Braune Auenböden (Vega) aus kieshaltigem Auenlehm und ‑sand. In Abhängigkeit ehemaliger Grundwasserstände sind auf kalkhaltigen Hochwasserabsätzen Braune Auenböden und Auengleye verbreitet. Auf...
Böden auf Molasseablagerungen in der BGL Altmoränen-Hügelland kommen fast ausnahmslos an Hängen von Tälern vor. Das Ausgangsmaterial der Böden sind meist verschiedenste Umlagerungsbildungen, sodass eine Vielzahl an Böden wie Pararendzinen, Parabraunerden, Pseudogley-Pelosol-Parabraunerden,...
Im Bereich der östlichen Talschulter des Donautals bei Riedlingen wurde mächtiger kalkreicher, meist feinsandiger Löss abgelagert, auf dem Parabraunerden entwickelt sind. Eine Besonderheit, sind Vorkommen von Flugsand östlich der Donau bei Unlingen. Unter Wald sind darauf typischerweise deutlich...
Die größten Flächen des Jungmoränen-Hügellandes werden von Parabraunerden aus Gletscherablagerungen eingenommen. Dabei handelt es sich um Böden, die sich seit dem Ende der Eiszeit durch Entkalkung, Verbraunung und Verlehmung sowie durch Tonverlagerung in den Unterboden entwickelt haben.