Die einmalige Moorlandschaft des Hinterzartener Moors entstand im Zuge der beiden letzten Eiszeiten (Riß und Würm). Die Gletscher überfuhren mehrmals die flache Wanne, schürften sie aus und füllten sie wieder mit glazialen Ablagerungen auf, die auch den ganzen Bereich um Hinterzarten einnehmen.
Das Kupfermoor liegt am Fuß der Waldenburger Berge nordwestlich von Schwäbisch Hall. Das Kupfermoor entstand in einer weiten abflusslosen Subrosionssenke in der Grabfeld-Formation des Mittelkeupers (Gipskeuper). Die Sulfatgesteine (Anhydrit, Gips) wurden nahe der Erdoberfläche durch Wasser gelöst...
Das Pfrunger Ried zwischen Wilhelmsdorf und Ostrach umfasst eine Moorlandschaft von ca. 2600 ha. Es liegt in einem ca. 9 km langen und bis 3 km breiten Becken, das von einer Zunge des Rheingletschers während der letzten Eiszeit ausgehobelt wurde. Das Becken wird durch Endmoränen abgeriegelt.
Das über einem verlandeten See entstandene Hochmoor Plattenmoos liegt in einer Senke zwischen Tannheim und Pfaffenweiler südwestlich von VS-Villingen. Im Westen steigt der aus Buntsandstein aufgebaute Baar-Schwarzwald an, im Osten die Baar-Gäuplatten. Pleistozäner Schutt und lehmige...
Das Schopflocher Moor auf der Albhochfläche bei Lenningen-Schopfloch entstand in einer flachen Senke über einem Maar des Schwäbischen Vulkans, dessen Basalttuffe das Wasser stauten. Aus einem flachen See entstand durch Verlandung zuerst ein Niedermoor, später ein nährstoffarmes Hochmoor.
Das Weingartener Moor bildet eines der größten Moorgebiete der Oberrheinebene. Es liegt südwestlich von Weingarten im Bereich der Kinzig-Murg-Rinne. Nach Aufgabe der Rinne vor 4000–5000 Jahren blieben vom Grundwasser erfüllte Seen zurück. Neben dem Grundwasser aus dem Kieskörper erhält das...
Auf den Buntsandsteinhochflächen des Nordschwarzwalds entwickelten sich seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Plateaumoore. Das Wildseemoor zwischen Enz- und Murgtal östlich von Gernsbach-Kaltenbronn in 908 m ü. NHN weist zwei offene Wasserflächen und mehrere kleinere Kolke auf.
Der etwa 1700 Hektar große Moorkomplex des Wurzacher Rieds liegt im Nordosten des Landkreises Ravensburg. Hier formte der Rheingletscher während der Riß-Eiszeit ein großes Zungenbecken. Der Endmoränenwall von Dietmanns stellt die nördliche Begrenzung des Wurzacher Rieds dar.
Über stauenden Schichten tritt das Grundwasser als Quellen an der Geländeoberfläche aus. Angeführt werden Quellen bedeutender Flüsse und geschichtsträchtige Quellen sowie wichtige Karstquellen und Quelltöpfe, die bevorzugt in den Muschelkalkgebieten und am Rand der Schwäbischen Alb auftreten.
Baden-Württemberg ist reich an Mineral-, Thermal- und Heilwässern sowie Solen und Säuerlingen, die z. T. schon seit Jahrhunderten bekannt sind und genutzt werden. Man unterscheidet Thermalquellen mit Wassertemperaturen von über 20 °C und Mineralquellen mit einem Mineralgehalt von > 1000 mg/l...
Die zum Teil stark schüttenden Karstquellen befinden sich überwiegend und in großer Zahl im Gebiet der Schwäbischen Alb. Zu ihnen zählen auch die großen Quelltöpfe wie der Blautopf oder der bereits im Alpenvorland gelegene Aachtopf. Weitere Karstquellen treten im Muschelkalkgebiet der...
Der Aachtopf ist die am stärksten schüttende Karstquelle Deutschlands. Das Wasser stammt größtenteils aus Versickerungsstellen der Donau zwischen Fridingen und Immendingen. Auf seinem unterirdischen Weg löst das Wasser jährlich einige 1000 Kubikmeter Kalkstein.
Der Blautopf ist die zweitgrößte Karstquelle der Schwäbischen Alb. Er liegt im Scheitelbereich einer Flussschlinge des ehemaligen Donautals im Ortsbereich von Blaubeuren. Der trichterförmige Quelltopf führt weiter in eine Wasserhöhle in den Kalksteinen der Untere-Felsenkalke-Formation.
Der Brenz-Ursprung oder Brenztopf in Königsbronn auf der Ostalb ist eine stark schüttende Karstquelle, die im Unteren Massenkalk (Oberjura) entspringt. Das Einzugsgebiet der Quelle reicht bis Bartholomä auf dem nördlichen Albuch. Der als Naturdenkmal geschützte Brenztopf ist ein beliebtes...
Im oberen Schmiechtal bei Springen, fließt die Schmiech als Karstquelle aus einer Felsnische in gebankten Kalksteinen der Untere-Felsenkalke-Formation. Die Quellschüttung liegt durchschnittlich bei 280 l/s, kann jedoch sehr starke Schwankungen aufweisen (47–900 l/s). Das Einzugsgebiet der...
In der Rubrik „Sonstige Quellen“ werden beispielsweise der Neckarursprung im Schwenninger Moos, die Donauquelle bei Donaueschingen sowie die Quellen von Brigach und Breg im Schwarzwald beschrieben.
Die Breg entspringt im Schwarzwald bei Furtwangen. Sie wird von zwei Quellbächen aus dem Neuwegtal und dem Oberkatzensteigtal gebildet. Die als Naturdenkmal geschützte Bregquelle ist die mündungsfernste Quelle der Donau. Sie liegt unterhalb der Martinskapelle, die ein ehemaliges Quellheiligtum...
Die Donauquelle in Donaueschingen gehört zu den Karstquellen und weist eine Schüttung von 50–150 l/s auf. Das Wasser fließt in den zusammenhängenden Hohlräumen der durch Lösungsverwitterung verkarsteten Karbonatgesteine des Muschelkalks und tritt an der Donauquelle und den zahlreichen weiteren...
Der Murr-Ursprung (Murrquelle) befindet sich im Keuperbergland bei Murrhardt-Vorderwestermurr. Der halbseitig ummauerte Quelltopf, der mit einem künstlich angelegten Ablaufgraben versehen ist, zeigt Fleinsbänke aus der unteren Löwenstein-Formation (Stubensandstein). In dem anstehenden Fleins sind...
Am südlichen Stadtrand von Schwenningen entstand 1934 aus einem Torfstich der Moosweiher. Sein Auslauf wurde als Neckar-Ursprung festgelegt. Um den Grundwasserstand im Schwenninger Moos hochzuhalten wird der Abfluss aus dem Moosweiher heute jedoch eingeschränkt, sodass in Trockenzeiten nur wenig...