Rings um Grünsfeld-Krensheim befindet sich ein früher intensiv genutztes Steinbruchgebiet mit zahlreichen kleineren und größeren Brüchen, die größtenteils bereits aufgelassen und teilverfüllt sind. Im Westen des Dorfs wird noch ein Steinbruch betrieben, in dem Kalksteine der Quaderkalk-Formation im...
Der Steinbruch westlich von Ilsfeld im Schozachtal wurde in den Kalksteinen der Meißner-Formation des Oberen Muschelkalks angelegt und reicht etwa vom Bereich des Tonhorizonts 3 bis hinauf in den Unterkeuper (Erfurt-Formation). Es handelt sich um eine Abfolge von sehr verschiedenen, durch...
In der ehem. Schiefergrube bei Bad-Schönborn-Langenbrücken stehen Gesteine der Posidonienschiefer-Formation des Oberen Unterjuras an. Es handelt sich um blaugraue bis schwärzliche, pyritführende Schiefertone und Tonmergel mit wenigen Mergelkalkbänken. Sie werden aufgrund ihres Bitumengehalts auch...
500 000 Jahre alte Mineralquellen ließen in Stuttgart mächtige Kalkabsätze (Travertine) entstehen. Sie bildeten sich während der Warmzeiten innerhalb des Pleistozäns. Der Stuttgarter Travertin war über Jahrzehnte ein gesuchter Bau- und Dekorstein, der früher in mehreren Brüchen abgebaut wurde. Das...
Im Steinbruch am Höhberg östlich von Werbach ist Unterer und Mittlerer Muschelkalk aufgeschlossen. Mehrere Leitbänke sind in der Abbauwand recht gut zu erkennen.
Im Keuperbergland gibt es eine große Zahl an Gesteinsaufschlüssen. Überwiegend handelt es sich um kleinere Sandsteinbrüche, Gips-, Ton-, Mergel- und Sandgruben. Auch an vielen Straßen- und Wegeinschnitten lässt sich der Wechsel der bunten Keuperschichten studieren.
Der Aufschluss von Mittelkeuper am Oberderdinger Horn erschließt auf einer Länge von mehreren Zehner Metern hangaufwärts die gesamte Schichtenfolge der Oberen Grabfeld-Formation (Gipskeuper) bis zur Stuttgart-Formation (Schilfsandstein).
Der ehem. Steinbruch am Sturz bei Gaildorf-Eutendorf erschließt Sandsteine der Stuttgart-Formation (Schilfsandstein) des Mittelkeupers in „Flutfazies“. Es handelt sich um graue oder rötliche feinkörnige Sandsteine mit tonigen Einschaltungen und häufigen Pflanzenresten, die hier am Sturz bis 30 m...
Im Schilfsandsteinbruch Maulbronn werden Sandsteine der Stuttgart-Formation (kmSt) in Flutfazies abgebaut. Es handelt sich um braunrote Sandsteine (Maulbronner Sandstein), die gesuchte Naturwerksteine ergeben. Aus diesem Sandstein wurde beispielsweise das Kloster Maulbronn erbaut.
Aufschlüsse im Albvorland findet man oft im Bereich ehemaliger Abbaustellen von Ton-, Mergel-, Sand- und Karbonatgestein des Unter- und Mitteljuras. Auch an ehemaligen Rutschungshängen tritt das anstehende Gestein zu Tage. Als Besonderheiten gelten die Aufschlüsse in den Impaktgesteinen des...
In der Blumberger Umgebung ereigneten sich in jüngerer Vergangenheit drei größere Rutschungen. Das Profil am Scheffheu, durch die Eschacher Rutschung 1880 sowie eine weitere 1940 erschlossen, ist im unteren Bereich bereits verstürzt. Der dritte große Bergrutsch ereignete sich schließlich am...
Zahlreiche Aufschlüsse in den Karbonatgesteinen des Oberjuras erlauben einen Einblick in den Untergrund der Schwäbischen Alb. Häufig handelt es sich um historische oder aktuelle Steinbrüche, in denen z. T. Verkarstungserscheinungen und Spaltenfüllungen aus tertiärzeitlichem Verwitterungsmaterial...
Am 12. April 1983 kam es nach tagelangen Regenfällen am Hirschkopf südsüdöstlich von Mössingen zu einem gewaltigen Bergrutsch. Der Bergrutsch am Hirschkopf ist seit 1988 auf als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Bergrutsch zählt zu den Nationalen Geotopen Deutschlands.
Bei Münsingen-Böttingen wurde ein Thermalsinterkalk, der sogenannte Böttinger „Marmor“ (Böttingen-Thermalsinterkalk) abgebaut. Dieser miozäne Sinterkalk setzte sich infolge vulkanischer Tätigkeit bogenförmig um den großen Tuffschlot von Böttingen ab. Der „Marmor“ war auf Grund seiner sehr...
Auf dem Kleinen Randen bei Klettgau-Riedern liegt eine alte Sandgrube, in der tertiäre Graupensande der Grimmelfingen-Formation abgebaut wurden (Obere Brackwassermolasse). Darüber finden sich Bänke der Austernnagelfluh. Teilweise sind feinsandige Rinnenfüllungen zwischengeschaltet. Die...
Der ehem. Steinbruch am Moldenberg auf der Ostalb bei Heidenheim erschließt den Brenztal‑Trümmerkalk im Oberen Oberjura. Es handelt sich um ein grobkristallines Gestein aus Riffschutt. Der Brenztal‑Trümmerkalk ergab einen gesuchten Werkstein, der als "Heidenheimer Stein" bis nach Wien...
Der Aufschluss eines kleinen Tuffschlots an der Neuffener Steige, in dem Kalksteine der Untere-Felsenkalke‑Formation abgebaut wurden, zählt zu den klassischen Aufschlüssen des Urach-Kirchheimer-Vulkangebiets. Er zeigt den scharfen Kontakt zwischen den dunkelgrauen Tuffen des Vulkanschlots und den...
Der große Steinbruch auf der Ostalb bei Heidenheim-Mergelstetten erschließt nahezu die gesamte Abfolge der Mergelstetten-Formation im Oberen Oberjura. Nach Norden werden die Zementmergel von Massenkalken begrenzt, die den Rand der Zementmergelschüssel von Mergelstetten darstellen. Auffallend sind...
Im Alpenvorland sind es besonders die vielen Kies- und Sandgruben in den eiszeitlichen Gletscher- und Schmelzwasserablagerungen, die einen Einblick in die jüngere Erdgeschichte bieten. Aber auch Steinbrüche und Gruben in tertiärzeitlichen Molassesedimenten oder Aufschlüsse in Vulkangesteinen des...
In der Kiesgrube bei Zwiefaltendorf werden Schotter der Riß-Eiszeit abgebaut. Von oben nach unten stehen folgende Schichten an: Lösslehm oder Verwitterungslehm, darunter folgen bis zu 6 m graue Geschiebemergel der Riß‑Endmoräne (Scholterhaus-Subformation) mit gekritzten Geschieben und Blöcken bis 1...