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Quellen

Ein großer Teil des Karstgrundwassers der Hydrogeologischen Region Westalb, Hegaualb und Klettgaualb entwässert über Quellen. Daneben tritt es in die quartären kiesigen Talfüllungen der Albtafel sowie des Donautals über. Ein weiterer Teil unterströmt die Donau nach Südosten. Schwebende Grundwasservorkommen im Tertiär und Quartär entwässern ebenfalls über Quellen.

Die Quellen sind in der Quelldatenbank des LGRB erfasst und im LGRB-Kartenviewer abrufbar.

Weitere Informationen zu ausgewählten Quellen Baden-Württembergs finden sich im Informationssystem der LUBW-BW (GuQ, Grundwasserstände und Quellschüttungen; Link s. unten)

Quellen auf der Westalb, Hegaualb und Klettgaualb

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Blick auf eine mehrfarbige Schnittzeichnung zum Thema Positionen von Quellaustritten. Gezeigt und beschrieben werden je zwei Beispiele im Seichten und Tiefen Karst.
Positionen von Quellaustritten im Seichten und Tiefen Karst (nach Villinger,1997), Beispiele aus der gesamten Schwäbischen Alb
Das Bild zeigt rechts ein kleines weißes Gebäude ohne Fenster vor aufsteigendem Wald. Links davon führt ein Grasweg zu einer Ruhebank sowie einem Podest mit Gedenkkreuz.

Fassungsbauwerk der Quellfassung Lochbrunnen im Burtelbachtal östlich von Unterdigisheim

Blick auf ein steiniges Bachbett mit stark bewachsenen, ansteigenden Ufern. Am Ufer links steht etwas erhöht ein Gebäude. Davor strömt hinter einem Gesteinsvorsprung eine Quelle wie ein kleiner Wasserfall in den Bach.

Oberhalb der Lippachölmühle tritt die Quelle Lippachursprung an zwei Stellen direkt in das Bachbett über.

Blick auf ein kleines weißes Gebäude ohne Fenster, mit begrüntem Flachdach. Das Gebäude steht vor einem nach rechts aufsteigenden bewaldeten Hang und ist eingezäunt.

Die Quellfassung Lippachquelle, Mahlstetten (LGRB-Archiv-Nr. QU7919/1) liegt östlich unterhalb der Lippachölmühle am nördlichen Hangfuß des Lippachtals.

Nahaufnahme einer Wasserfläche mit Zulauf. Der Quellaustritt in der Bildmitte liegt unter überhängendem Moos.

Quellschacht der Bleiche Quelle (links) und ein Austritt der Papiermühlequellen (rechts), nördlich von Tuttlingen

Blick auf ein längliches, modernes Gebäude mit Flachdach. Das Gebäude dient der Wasserversorgung und steht vor einem steilen, teils felsigen Hang.

Das Wasserwerk Neidinger Mühle des Zweckverbandes Wasserversorgung Hohenberggruppe wurde Anfang der 2010er Jahre außer Betrieb genommen. Die aus dem Jahr 1974 stammende Anlage soll jedoch zur Deckung des gestiegenen Wasserbedarfs der Verbandsgemeinden wieder reaktiviert werden.

Blick in einen größeren, teils felsigen, teils betonierten Raum zum Sammeln von Quellwasser. Betonierte Pfeiler stützen eine niedrige Decke. Rechts ist eine Laufbrücke mit Geländer und Treppe zu sehen.

Quellsammelschacht der Quellen Neidinger Mühle Ost, Mitte und West (Talmühlequelle), Unterneidingen

Blick auf einen schmalen gemauerten Kanal zum Abfluss von Quellwasser. Der Kanal beginnt bei einem länglichen Gebäude mit Flachdach, das vor einem steilen, teils felsigen Hang steht. Links steht ein weiteres, flaches Gebäude entlang des Kanals.

Abfluss der Talmühlequelle über einen gemauerten Kanal auf dem Gelände des Wasserwerks des Zweckverbandes Wasserversorgung Hohenberggruppe.

Im Vordergrund links fließt ein schmaler Bach, an den sich rechts eine trockene Wiese anschließt. Im Mittelgrund sowie am linken Ufer stehen Bäume. Im Hintergrund, über einem Wald, erheben sich steile weiße Felsen.

Das Wasser der Talmühlequelle fließt über den Mühlgraben ab und tritt nach ca. 150 Metern in die Donau über.

Blick auf ein großes, aus Holzpfosten gebautes und überdachtes Tor, das zur Aachquelle führt. Im Hintergrund sind ein Teil des Quellsees, das angrenzende belaubte Ufer sowie Hinweistafeln zu erkennen.

Die Aachquelle tritt am Aachtopf aus.

Blick auf einen See mit größeren und kleineren Pflanzeninseln. Das Ufer im Vordergrund ist flach, das im Hintergrund dicht mit Bäumen bestanden. Eine kleine Brücke führt über den hinteren Teil des Sees.

Die Aachquelle ist die am stärksten schüttende Karstquelle Deutschlands. Der Achtopf wird aus mehreren Grundwasserzutritten gespeist.

Blick auf mehrere eingezäunte Gebäude mit Flachdächern und teils vergitterten Fenstern. Die Gebäude stehen vor einem teilweise gerodeten Steilhang, an dessen oberem Ende Felsgestein zu erkennen ist.

Überbaute Fassungsanlage der drei Brunnen, mit denen die Quelle Groß­­schmiede­­brunnen gefasst wird (ZV WV Hohenberggruppe)

Blick auf einen naturbelassenen Wasserzulauf. Der Quellaustritt befindet sich in einer Spalte zwischen stark bewachsenen Gesteinsblöcken, die das Ufer bilden.

Quellaustritt des Jörgenbrunnens, Thiergarten

Der ungefasste Quellaustritt Jörgenbrunnen liegt auf der linken Talseite des Donautals zwischen Thiergarten und Gutenstein. Hier tritt Grundwasser nur bei hohen Karstwasserständen aus.

Blick auf stark bewachsene Gesteinsblöcke am unteren Ende eines nach rechts abfallenden Hanges. Zwischen den Blöcken befindet sich eine schmale Spalte, darunter, zum Vordergrund hin, ein jetzt trockenes Bachbett.

Quellaustritt des Jörgenbrunnens, Thiergarten

Bei niedrigeren Karstgrundwasserständen fällt der Quellaustritt nördlich der Landesstraße L 277 trocken und die Quelle tritt südlich der Landesstraße unmittelbar am Nordufer der Donau aus.

Farbiges Säulendiagramm, das die mittlere Schüttung von Quellen im Tertiär der Westlichen Alb sowie der Hegaualb zeigt.

Mittlere Schüttung (MQ, z. T. geschätzt) von Quellen mit Austritt im Tertiär der Westalb und der Hegaualb (Datenquelle: Quelldatenbank RPF/LGRB, 2023, Quellen mit einer Schüttung unter 0,1 l/Sekunde wurden nicht erfasst).

Blick auf welliges Grünland, durchsetzt mit Bäumen. Im Vordergrund, am Beginn eines nach links ansteigenden bewachsenen Hügels, ist ein metallener Schachtdeckel zu sehen.

Quellschacht der Brennenwiesquelle, Liptingen

Blick auf welliges Grünland, im Hintergrund durchsetzt mit Äckern und Bäumen. Am rechten Bildrand beginnt ein bewaldeter Hügel.

Quellgebiet der Schlauchquellen, Wasserversorgung Riedöschingen Blumberg. Die Quellen treten aus Groblagen in der Jüngeren Juranagelfluh aus.

Am Wegesrand einer nach links aufsteigenden, hügeligen Wiese ist auf einer Freifläche ein Schacht eingelassen. Ein Metalldeckel verschließt den Schacht.

Quellsammelschacht der Oberen Schlauchquellen, Riedöschingen

  • Blick auf eine leicht ansteigende, trockene Wiese. Rechts steht ein hölzerner Ansitz. Links, hinter Gebüsch verborgen, ist der Deckel eines Quellschachtes zu erkennen. Der Hintergrund wird von Wald gesäumt.
  • Blick auf eine leicht ansteigende, trockene Wiese. Hinter Gebüsch verborgen, ist der Deckel eines Quellschachtes zu erkennen. Der Hintergrund wird von Wald gesäumt.

Literatur

  • Batsche, H., Bauer, F., Behrens, H., Buchtela, K., Dombrowski, H. J., Geissler, R., Geyh, M. A., Hötzl, H., Hribar, F., Käss, W., Hairhofer, J., Maurin, V., Moser, H., Neumaier, F., Schmitz, J., Schnitzer, W. A., Schreiner, A., Vogg, H. & Zötl, J. (1970). Kombinierte Karstwasseruntersuchungen im Gebiet der Donauversickerung (Baden-Württemberg) in den Jahren 1966–1969. – Steirische Beiträge zur Hydrogeologie, 22, S. 5–165.
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