Das Oberdevon (oberes Devon, Frasnium, Famennium) ist in Baden-Württemberg nur in kleinen Vorkommen in Form tektonischer Schuppen vertreten (Tonsteine und Grauwacken im Südschwarzwald in der Badenweiler–Lenzkirch-Zone).
Die kristallinen Gesteine sind im unverwitterten und ungeklüfteten Zustand überwiegend Grundwassergeringleiter. Im Auflockerungsbereich sind sie gering bis mäßig durchlässige Kluftgrundwasserleiter. Die paläozoischen Gesteine sind überwiegend Grundwassergeringleiter.
Die Sedimentgesteine des Oberdevons und Karbons sind überwiegend Grundwassergeringleiter, die Rotliegend-Magmatite Kluftgrundwasserleiter. Die Zechsteindolomit-Formation und die Langenthal-Formation sind Grundwassergeringleiter.
Der Randgranit im westlichen Südschwarzwald (Baden-Württemberg) ist ein im Devon bis Unterkarbon in das Grundgebirge intrudierter Granitoid (Meta-Granit und Meta-Granodiorit). Die Lagerstätten (Rohstoffe) sind oft kleinstückig (zerklüftet) und von Ruschelzonen und Augengneiskörpern durchsetzt.
Die tektonische Entwicklung Baden-Württembergs reicht ins Paläozoikum (variskische Gebirgsbildungsphase, Orogenese, Kollision tektonischer Platten). Im Zuge der Alpenbildung (alpidische Orogenese ab der Kreide) entstanden tiefe Beckenstrukturen (Alpenvorland und Oberrheingraben).
Das Devon (Paläozoikum) ist in Baden-Württemberg auf kleine Vorkommen im Südschwarzwald begrenzt (Badenweiler–Lenzkirch-Zone). Dabei handelt es sich um marine Tonsteine und Grauwacken, die durch Conodonten (Fossilien) datiert werden konnten.