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Neckar-Ursprung bei Villingen-Schwenningen

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Blick auf eine größere Wasserfläche. Das hintere, sichtbare Ufer besteht aus Schilf und angrenzendem Wald. Rechts ist ein größerer Wasservogel erkennbar. Im Vordergrund ragen Schilfhalme ins Bild.
Der große Moosweiher im Schwenninger Moos beim Neckar-Ursprung

Der junge Neckar beginnt seinen Weg recht unscheinbar. Auf der Baar, am südlichen Stadtrand von Schwenningen, entstand 1934 im Moos aus einem Torfstich der neue Moosweiher. Sein Auslauf wurde als Neckar-Ursprung festgelegt. Um den Grundwasserstand im Schwenninger Moos hochzuhalten wird der Abfluss aus dem Moosweiher heute jedoch eingeschränkt, sodass in Trockenzeiten nur wenig Wasser in den Neckar abgegeben wird. Von seinem Ursprung bei 705 m ü. NHN aus fließt der Neckar später durch das Zentrum Württembergs bei Stuttgart und mündet nach seinem Durchbruch durch den Odenwald bei Mannheim nach 362 km in den Rhein. An der Mündung (88 m ü. NHN) beträgt der Abfluss im Mittel 145 m3/s. Damit ist der Neckar der fünftgrößte Nebenfluss des Rheins.

Blick auf die neu gestaltete Neckarquelle in Schwenningen mit Betonmauer, flachem Auffangbecken und schmalen Abflussrinnen. Der Quellausfluss erfolgt im oberen linken Teil der Mauer. Rechts sind mehrere Hinweistafeln an der Mauer angebracht.
Die neue Neckarquelle im Stadtpark an der Möglingshöhe in Schwenningen

Neben dem Ursprung des Neckars im Schwenninger Moos gibt es etwa 1 km nördlich davon die historische Neckarquelle. Dazu wurde 1581 von Herzog Ludwig von Württemberg eine Quelle im heutigen Stadtpark Möglingshöhe bestimmt und mit einem Stein mit der Aufschrift „Das ist des Neccars Ursprung“ markiert. Den Stein kann man im Heimat- und Uhrenmuseum Villingen-Schwenningen besichtigen. Die alte Quelle versiegte jedoch, nachdem mit dem Bau der Eisenbahn von Rottweil nach Villingen der Grundwasserstand abgesenkt wurde. Anlässlich der Stadterhebung von Schwenningen im Jahre 1907 wurde die Quelle neu gefasst und zum Fließen gebracht. Zuletzt wurde die Neckarquelle im Zuge der Landesgartenschau 2010 neugestaltet und der bisher verdolte Neckar wieder in ein offenes Bachbett verlegt.

Weitere Informationen finden sich bei Kretzschmar (2007, 1998d) sowie Röhl & Böcker (2006).

Externe Lexika

Wikipedia

Literatur

  • Kretzschmar, F. (1998d). Schwenninger Moos. – Regierungspräsidium Freiburg (Hrsg.). Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg, S. 530–532, Sigmaringen (Thorbecke).
  • Kretzschmar, F. (2007). Naturschutzgebiet „Schwenninger Moos“. – LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (Hrsg.). Der Neckar. Das Land und sein Fluss, S. 109–112, Ubstadt-Weiher (Verlag Regionalkultur). [Naturschutz - Spectrum Themen 96]
  • Röhl, M. & Böcker, R. (2006). Die Moore der Baar. – Siegmund, A. (Hrsg.). Faszination Baar – Porträts aus Natur und Landschaft, 2. Aufl., S. 135–146, Donaueschingen.
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