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Randengrobkalk

Verbreitungsgebiet: Tengen und Blumenfeld, westlicher Hegau.

Erdgeschichtliche Einstufung: Randengrobkalk (tRG), Obere Meeresmolasse

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol „Themenebenen“ links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Gestein

Gesteinsplatte aus sehr grobem Gestein mit vielen Hohlräumen, welche an einen Schwamm erinnern. Das Gestein ist beige bis bräunlich.
Fassadenplatte aus Randengrobkalk

Der „Tengener Muschelkalk“ ist ein kompakter, fester, dickbankiger bis massiger, komponenten­gestützter, grobkörniger Schalentrümmer­kalkstein von gelblich-hellbrauner, z. T. gelblich weißer Farbe. Es handelt sich um ein Agglomerat aus Schalentrümmern von Schnecken und Muscheln, mit Steinkernen und calcitischem Bindemittel, mit einem Anteil von 10–30 % Quarz-Grobsand bis Quarz-Feinkies sowie Oberjura­kalkstein­geröllen von mehreren Millimetern bis ca. 1 cm Größe. Die Größe der Schalen­fragmente kann bis zu mehrere Zentimeter betragen, die Fossilreste sind meist deutlich eingeregelt. Die einzelnen Bänke sind 1,5–4 m, im Mittel 1,5–2 m mächtig. Die besonderen Eigenschaften des Randen­grobkalks liegen neben seiner Festigkeit in seiner besonderen Wärmeleitfähigkeit.

Blick auf die Ecke einer Gartenmauer aus beigen Gesteinsquardern. Im linken Teil besteht die Mauer in der unteren Hälfte aus Felsen, schräg darüber beginnt erst die Mauer. Rechts neben der Mauer befindet sich eine Straße, über der Mauer wächst eine Hecke.
Gartenmauer aus Randengrobkalkquadern
  • Fassadenplatte aus Randengrobkalk
  • Gartenmauer aus Randengrobkalkquadern
  • Gewinnung von Randengrobkalk
  • Der  Randengrobkalk (unten) wird überlagert von einem geringmächtigen Kalksandstein.

Literatur

  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • Schreiner, A. (1992b). Erläuterungen zu Blatt Hegau und westlicher Bodensee. – 3. Aufl., Geologische Karte 1 : 50 000 von Baden-Württemberg, 290 S., Freiburg i. Br., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Schreiner, A. (1997). Erläuterungen zu Blatt 8118 Engen. – 2. Aufl., Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 184 S., 7 Taf., 4 Beil., Freiburg i. Br. (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Werner, W., Wittenbrink, J., Bock, H. & Kimmig, B. (2013a). Naturwerksteine aus Baden-Württemberg – Vorkommen, Beschaffenheit und Nutzung. – Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 765 S., Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau).