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Tiefere Hochrhein-Deckenschotter im Hegau und Hochrhein-Bodensee

Verbreitungsgebiete: Hegau, Schiener Berg, Hochrhein-Bodensee

Erdgeschichtliche Einstufung: Tiefere Hochrhein-Deckenschotter, Quartär

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol "Themenebenen" links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Gestein

Das Bild zeigt eine durch Licht und Schatten geteilte Erdschicht mit Gesteinslagen unterschiedlicher Größe.
Zu Nagellfuh verfestigte Tiefere Hochrhein-Deckenschotter

Vorherrschend sind lagig geschichtete, fein- bis mittelkiesige, zum Teil steinige, mittel- bis grobsandige Grobkiese. Eingeschaltet sind stark steinige Groblagen mit einem Anteil von geschätzt 40–50 % Sand. Der Sandanteil in den sandigen Kiesen beträgt ca. 20–40 %, der Steingehalt liegt bei 10–20 % (Schätzwerte). Der Schluff-Tonanteil ist mit < 3 % sehr gering. Die Kiese sind schlecht sortiert. Abgesehen von der Basislage mit 1 m3-großen Blöcken sind die Steine meist faust- bis kopfgroß, selten auch bis 50 cm groß. Die Sedimente stammen weitgehend aus unterschiedlichen alpinen Herkunftsgebieten südlich des Bodensees. Dazu kommen lokale Komponenten aus der Molasse. Die Hochrhein-Deckenschotter wurden in einem überwiegend nach Westen gerichteten Entwässerungssystem in unterschiedlichen Rinnen abgelagert.

Nahaufnahme von verbackenen Kieselsteinen und Pflanzenwuchs sowie, in der unteren Hälfte, größeren Steinen.
Grobkieslage mit Steinen bis Faustgröße
  • Das Bild zeigt eine durch Licht und Schatten geteilte Erdschicht mit Gesteinslagen unterschiedlicher Größe.
  • Blick auf eine grünlich graue Gesteinswand mit wellenförmigen Ausbuchtungen. Kleine und größere Gesteinsbrocken sind hier fest verbacken.
  • Nahaufnahme von verbackenen Kieselsteinen und Pflanzenwuchs sowie, in der unteren Hälfte, größeren Steinen.

Externe Lexika

Litholex

Literatur

  • Schreiner, A. (1995). Erläuterungen zu Blatt 8218 Gottmadingen. 3. erg. Aufl., Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 142 S., 4 Taf., 3 Beil., Freiburg i. Br. (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Ellwanger, D., Kimmig, B., Simon, T. & Wielandt-Schuster, U. (2011). Quartärgeologie des Rheingletschergebiets (Exkursion I) Jber. Mitt. oberrh. geol. Ver., N. F., 93, S. 30.
  • Ellwanger, D., Wielandt-Schuster, U., Franz, M. & Simon, T. (2011). The Quaternary of the southwest German Alpine Foreland. (Bodensee-Oberschwaben, Baden-Württemberg, Southwest Germany). Quaternary Science Journal, 60(2-3), S. 306–328.