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Hochreine Kalksteine des Oberjuras auf der Hegaualb

Verbreitungsgebiete: Hegaualb bei Eigeltingen, zwischen Liptingen und Buchheim 

Erdgeschichtliche Einstufung: Oberer Massenkalk (joMKo), Oberjura

(Hinweis: Die Rohstoffkartierung liegt noch nicht landesweit vor. Der Bearbeitungsstand der Kartierung lässt sich in der Karte über das Symbol "Themenebenen" links oben einblenden.)

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Lagerstättenkörper

Unterschiedlich farbigen Partien des Oberen Massenkalks.
Unterschiedlich farbigen Partien des Oberen Massenkalks.

Die Massenkalksteine der Schwäbischen Alb bilden länglich-orientierte, schmale, unterschiedlich große Körper. Im Bereich der Hegaualb sind die Massenkalksteine der Schwamm-Mikroben-Bioherm-Fazies („Riff“-Fazies), des sog. „Schwammriffgürtel“ der Homburg, von wirtschaftlicher Bedeutung. Dieses Massenkalksteinvorkommen erstreckt sich in SW–NE-Richtung von Emmingen-Liptingen über den Schwandorfer Wald bis Buchheim. Bei Eigeltingen-Langenstein befindet sich noch ein isolierter Massenkalksteinkörper. Innerhalb der ehemaligen Riffkörper treten meist hochreine Kalksteine (CaCO3-Gehalt > 98,5 %) auf. Die Bankkalksteine stellen den Rand der Riffzüge gegen die dazwischen liegenden wannenartigen Lagunen mit den geschichteten Kalk- und Mergelsteinen dar. Am Rand der Schüsseln, im Kontakt zu den Massenkalksteinen, haben die Bankkalksteine ein Einfallen von 10–50°. Die Ausdehnung der Lagerstätten hochreiner Kalksteine wird v. a. durch die sekundäre Umwandlung der Kalksteine, Störungszonen und engständige Kluftsysteme („Bretterklüftung“), und die daran gebundene Verkarstung mit Verlehmung beschränkt. Weitere Begrenzungen stellen Eintalungen und Karstsenken sowie Dolinen dar.

Die unterschiedliche nutzbare Mächtigkeit im Steinbruch Eigeltingen ist auf das Paläorelief zurückzuführen.
Die unterschiedliche nutzbare Mächtigkeit im Steinbruch Eigeltingen ist auf das Paläorelief zurückzuführen.
  • Unterschiedlich farbigen Partien des Oberen Massenkalks
  • Abbau und Beladung hochreiner Kalksteine
  • Massiger Kalkstein mit zahlreichen Klüften
  • Die unterschiedliche nutzbare Mächtigkeit im Steinbruch Eigeltingen ist auf das Paläorelief zurückzuführen.

Literatur

  • Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (2011). Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl., 627 S., Stuttgart (Schweizerbart).
  • Schreiner, A. (1993). Erläuterungen zu Blatt 8119 Eigeltingen. 2. erg. Aufl., Erl. Geol. Kt. Baden-Württ. 1 : 25 000, 84 S., 2 Taf., 4 Beil., Stuttgart (Geologisches Landesamt Baden-Württemberg).
  • Schreiner, A. (2002). Erläuterungen zu Blatt 8019 Neuhausen ob Eck. 2. erg. Aufl., Erl. Geol. Kt. 1 : 25 000 Baden-Württ., 86 S., 4 Taf., 3 Beil., Stuttgart (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg).
  • Kimmig, B., Werner, W. & Aigner, T. (2001). Hochreine Kalksteine im Oberjura der Schwäbischen Alb – Zusammensetzung, Verbreitung, Einsatzmöglichkeiten. – BGR (Hrsg.). Z. angew. Geow., 47, S. 101–108.