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Erd-/Schuttströme und Murgänge bei Oppenau

Ereignis

Im Vordergrund befindet sich unsortiertes Lockermaterial bis Blockgröße, durch das sich ein Bach seinen Weg bahnt. In der Mitte befindet sich ein Wohnhaus, das bis zum Dachgeschoss von den Massen zugeschüttet wurde. Im Hintergrund Felder und Wald.
Verschüttetes Haus im Rußdobel nordöstlich Oppenau (Foto: Kühnle, 1995)

Am 27. Juni 1994 ereignete sich in der Umgebung von Oppenau (Renchtal, Mittlerer Schwarzwald) ein heftiges Gewitter mit Niederschlagsmengen von 177 mm im Zeitraum von 90 Minuten, das zahlreiche Hangbewegungen in nahezu allen Seitentälern der Rench auslöste. Dabei handelte es sich meist um Erd-/Schuttströme und Murgänge, die häufig als Fortführung von Translationsrutschungen zu beobachten waren (Kühnle & Rohn, 1998).

Literatur

  • Kühnle, U. (1995). Geotechnische Untersuchungen an Hangbewegungen anlässlich eines Starkregenereignisses und Geologische Kartierung westlich von Oppenau (Mittlerer Schwarzwald). – Dipl.-Arb. Univ. Karlsruhe (unveröff.), 133 S., Karlsruhe.
  • Kühnle, U. & Rohn, J. (1998). Hangbewegungen anläßlich eines Starkniederschlagsereignisses bei Oppenau/Schwarzwald. – Schriftenreihe Angewandte Geologie Karlsruhe, 50, S. 217–228.
  • Wagenplast, P. (2005). Ingenieurgeologische Gefahren in Baden-Württemberg. – LGRB-Informationen, 16, S. 1–79.