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Böden im Verbreitungsgebiet von Terrassensedimenten

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Von erhöhtem Standpunkt aus blickt man auf eine flache, teils besiedelte und teils grüne Talaue, die ein Fluss C-förmig durchquert. Steile, bewaldete Höhenzüge umrahmen die Aue. Im Zentrum der Siedlung liegt ein Kloster.
Blick auf Beuron von Südosten

Auf den tieferen, ca. 5–50 m über der Donauaue gelegenen pleistozänen Flussterrassen zwischen Immendingen und Sigmaringen nimmt KE r69 den größten Raum ein. Verbreitet treten tiefgründige, meist ackerbaulich genutzte Lehmböden mit geringem bis mittlerem, im Unterboden z. T. hohem Kiesgehalt auf. Es handelt sich um Parabraunerden oder, bei schwächer ausgeprägter Tonverlagerung, um Parabraunerde-Braunerden, deren oberer Profilabschnitt meist in lösslehmreichen Fließerden entwickelt ist (Deck‑ und/oder Mittellage). Der tonverarmte Oberboden ist oft durch Bodenerosion stark verkürzt. Auf manchen Terrassenabschnitten sind die Böden von jungen, z. T. karbonathaltigen Abschwemmmassen überdeckt (Kolluvium über Parabraunerde). Bei Tuttlingen wurden zwei Flächen abgegrenzt, an denen solche über Parabraunerden oder Braunerden liegenden Kolluvien dominieren (r18). Zwischen den holozänen Abschwemmmassen und den Terrassenschottern liegt dort oft noch eine dünne Lage eines tonig-lehmigen Hochflutlehms.

Das Bild zeigt flache, steinige Ackerböden, die bis zum Hintergrund reichen. Bewaldete, von der Mitte ausgehende Hänge begrenzen die Äcker.
Talsohle am Ausgang des Wasserburger Tals zwischen Engen und Aach

Die am Ausgang des Wasserburger Tals südöstlich von Engen in KE r100 abgegrenzten Rendzinen bilden keine morphologische Terrasse, sondern eine breite ackerbaulich genutzte Aufschüttungsebene aus periglazialem Kies und Schwemmschutt. Örtlich kann auch eine weitere Bodenentwicklung zur Braunerde-Terra fusca erfolgt sein. Im Übergang zu den angrenzenden Hängen treten stellenweise Kolluvien auf.