Sie befinden sich hier:

Böden auf pleistozänen Flussterrassen und Schwemmsedimenten

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt
Das Bild zeigt im Vordergrund einen fein gefurchten, rötlich braunen Acker. Im Hintergrund, auf einem nach links ansteigenden Hang, sind Siedlungshäuser zu erkennen. Davor verläuft eine Stromleitung.
Terrassenflächen oberhalb der Gauchachschlucht bei Löffingen-Unadingen

Parabraunerden sind auch die vorherrschenden Böden auf den Hochflächen westlich des Gauchachtals (h104, h105). Neben silikatischem Flusskies aus dem Schwarzwald wurden dort in der Würmkaltzeit auch Karbonatgesteine und leicht verwitterbare Tongesteine der Trias abgelagert. Deshalb lagert unter den kiesführenden lösslehmreichen Fließerden (Deck‑ und Mittellage) z. T. karbonathaltiges, sandig-lehmiges bis toniges, kiesiges Material. Die Flussablagerungen sind meist geringmächtig oder fehlen ganz, so dass im Unterboden bereits Mergelverwitterungsmaterial des Lettenkeupers oder Gipskeupers auftreten kann. An den Terrassenrändern und auf schmalen Rücken können westlich der Gauchach auch stärker erodierte kiesige Böden vorkommen, die bereits im Oberboden karbonathaltig sind (Pararendzina, Braunerde-Pararendzina h93).

Literatur

  • Ad-hoc-AG Boden (2005). Bodenkundliche Kartieranleitung. 5. Aufl., 438 S., Hannover.